28.02.2008: Rückreisetag

Filed under: Wien 2008 — admin am 20. March 2008 um 22:35

Wir stehen um 5:30 auf, werfen unseren Appartmentschlüssel in den Briefkastenschlitz des Vermieters und gehen zur Straßenbahn-Station. Der Bäcker gegenüber hat schon auf und so kommen wir schon mal zu unserem ersten Kaffee mit einem Croissant.

Mit der Straßenbahn fahren wir zur uns mittlerweile schon bekannten S-Bahn Station Mitte/Landstraße und gehen von dort zur CAT-Station (City Airport Train). An diesem Flughafenzubringer könnten sich sehr viele Städte ein Beispiel nehmen. Nicht nur das man mit den modernen Zügen bequem in 16 Minuten, ohne Zwischenstop, von der Innenstadt zum Flughafen kommt, man kann auch schon dort einchecken. Also geben wir schon dort unsere Koffer ab und bekommen unsere Boardkarten. Genial!

Der Rückflug startet mit geringer Verspätung gegen 9:00 Uhr und nach 1 1/4 Stunden ruhigem Flug landen wir in Dortmund. Die Parkgebühr, die wir dort bezahlen müssen, übersteigt mit 31,- EUR unsere gesamten Flugkosten um 6,- EUR!

27.02.2008: Wien 5. Tag

Filed under: Wien 2008 — admin am 18. March 2008 um 20:27

Das Wetter ist heute nicht mehr ganz so toll wie an den Vortagen, aber immer noch recht gut. Heute wollen wir unseren Kulturtag machen. Als erstes Ziel haben wir uns das Kunst-Haus Wien rausgesucht. Dort werden Werke von Friedensreich Hundertwasser ausgestellt. Das Gebäude selbst, eine ehemalige Möbelfabrik, wurde unter der Leitung von Hundertwasser selbst umgebaut und ist in seinem unverwechselbaren Stil gehalten.
Kunsthaus Wien / Hundertwasser Museum
Wir machen also einen Rundgang durchs Museum und bewundern seine Werke, die uns bis auf wenige Ausnahmen sehr gut gefallen. Neben Bildern sind auch Modelle seiner Bauwerke bzw. Siedlungen zu bewundern, außerdem gibt es auch von ihm geknüpfte Wandteppiche, die uns jetzt nich so vom Hocker hauen.

Als nächstes schauen wir uns die Nationalbibliothek an. Das Gebäude hat uns schon von außen sehr beeindruckt, soll aber auch von innen sehr sehenswert sein, vor allem der sogenannte Prunksaal. Der macht seinem Namen auch alle Ehre, sehr prunkvoll, alles sehr alt und voll mit alten Büchern. Das ganze ist natürlich eher Museum als Bibliothek, gelesen wird hier nicht, hier darf man nur schauen, nichts anfassen. Wir freuen uns auf jeden Fall, das wir uns diesen Saal angeschaut haben.
Prunksaal der Nationalbibliothek
Prunksaal der Nationalbibliothek

Wir schlendern ein wenig durch die Innenstadt und halten dann, wie soll es auch anders sein, wieder Ausschau nach einem Cafe. Wir landen schließlich im Cafe Central. Das gefällt uns, verglichen mit den bisher besuchten, mit Abstand am besten. Ist relativ klein und hier wird anscheinend kaum geraucht. Auch der Kuchen ist sehr lecker. Danach machen wir noch ein paar Einkäufe (Schuhe für mich und Mitbringsel für Kolleginnen und Kollegen) und uns dann auf den Weg zum Schloß Belevedere. Unterwegs bringen wir noch unsere Einkäufe im Appartment vorbei.

Wir sind jetzt zum 3. Mal am Schloss und wollen uns diesmal auch rein wagen. Dort gibt es die bedeutenste Sammlung österreichischer Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Wie gesagt, heute ist ja unser Kuturtag. Frohen Mutes machen wir uns also auf, die Meisterwerke österreichischer Kunst zu erkunden. Schon nach den ersten Räumen ist uns klar, dass das wohl eine Fehlentscheidung war. Wir hatten mehr auf moderne Kunst und weniger auf alte Meister gehofft. Hier müssen wir uns aber erst durch zig Räume mit mittelalterlichen Meisterwerken kämpfen, die uns halt nicht so interessieren, bevor wir auch mal moderne Werke zu sehen bekommen. Na ja, wir hätten uns halt vorher besser informieren sollen, dann hätten wir uns statt dessen für das MUMOK, das Museum Moderner Kunst, entschieden. So haben wir aber immerhin mal vor einem echten Monet, Manet und Cezanne gestanden. Ist ja auch was.
Blick vom Schloss Belevedere auf Wien

Wir gehen durch den Park wieder zurück zum Ausgang und kommen an der Brauereigaststätte vorbei, wo wir gestern vergeblich versucht hatten, einen Tisch zu bekommen. Heute sind wir früher dran und haben mehr Glück, wir bekommen einen 6er Tisch im Nichtraucher-Bereich zugewiesen mit der “Drohung”, es würden bei Bedarf noch Gäste dazugesetzt. Egal, es ist sogar happy hour jetzt und das Weizenbier gibt’s zum halben Preis. Na wenn das nicht der perfekte Abschluss eines Wien-Urlaubs ist. Das Essen ist auch sehr gut und reichlich und wir schaffen bis zum Ende der happy hour sogar noch ein 2. Weizenbier. Zum Schluß bekommen wir dann doch noch Tischnachbarn, zwei junge Holländerinnen. Die haben anscheinend größeres vor, studieren sehr lange und intensiv die Speisekarte. Es scheint ein mehrgängiges Menü zu werden und die eine hat richtig viel Spaß daran, das Wort Apfelstrudel auszusprechen. Na ja, schweren Herzens müssen wir uns aber langsam von unseren neuen Tischnabarinnen trennen. War auf jeden Fall ein schönes letztes Abendessen in Wien.

26.02.2008: Wien 4. Tag

Filed under: Wien 2008 — admin am 12. March 2008 um 23:16

Auch heute wachen wir wieder bei strahlendem Sonnenschein auf. Wir beschließen, uns heute das Schloss Belevedere anzuschauen mit dem dazugehörigen Garten und Park, das ist von unserem Appartment aus nur ein kurzer Spaziergang.

Vor dem strahlend blauen Himmel wirkt das Schloss besonders schön, nur der Park ist natürlich zu dieser Jahreszeit noch nicht sehr grün und ziemlich kahl. Immerhin werden vor dem Schloss schon Stiefmütterchen gepflanzt.
Schloss Belevedere
Schloss Belevedere

Nach einem Rundgang um das Schloss und durch den Park gehen zum Karlsplatz, um uns die Karlskirche anzuschauen. Von außen ist diese schon sehr imposant, leider steht sie etwas eingezwängt zwischen anderen Gebäuden.
Karlskirche
Die Innenbesichtigung kostet zwar Eintritt, machen wir aber trotzdem mal und erfreuen uns zunächst an dem Anblick eines großen Gerüstes. Beim zweiten Blick auf das Gerüst sehen wir einen richtigen Fahrstuhl. Das Gerüst wird nicht nur zur Restaurierung der Kirche genutzt, sondern bietet Besuchern auch die Möglichkeit, mit dem Fahrstuhl in die Kuppel zu fahren. Eine einmalige Gelegenheit sozusagen, nach der Restaurierung wird das Gerüst samt Fahrstuhl wieder abgebaut, was ja auch gut so ist. Ulrike verzichtet auf die Fahrstuhlfahrt, ist ihr zu eng bzw. sind zu viele “Mitfahrer” dabei. Ich fahre hoch und muss dann noch einige Treppen steigen, bis ich ganz oben unter der Kuppel bin. Ein schöner Blick von hier, sowohl nach drinnen als auch nach draußen über die Stadt. Ich fahre dann wieder runter und wir schauen uns noch das sehr schöne Kirchenschiff an.
Karlskirche

Von der Karlskirche fahren wir zum Naschmarkt, wie der Name schon sagt ein Markt mit typischen Marktständen, aber auch Restaurants und Essbuden. Um diese Zeit ist allerdings nicht viel los und der Markt schnell erkundet. Sehenswert sind auch die mehrstöckigen Wohnhäuser um den Markt herum mit ihren verschiedenartigen Verzierungen.
Häuserzeile am Naschmarkt

Anschließend gehen wir zur Mariahilferstraße, das soll lt. Reiseführer die Einkaufsstraße von Wien sein. Wir schlendern ein wenig die Straße entlang, aber begeistert sind wir nicht. Liegt sicher daran, dass das hier keine Fußgängerzone ist sondern eine normal Straße mit ziemlich viel Verkehr. Von da fahren wir mit der Straßenbahn zum Naturhistorischen und Kulturhistorischen Museum. Die beiden gegenüberliegenden Gebäude mit einem Park dazwischen sind uns vorhin während der Fahrt aufgefallen. Die beiden identischen Bauwerke mit ihren Kuppeln und Türmchen sind sehr schön, und im Park könnte man sehr gut eine Pause machen. Leider sind aber alle Bänke schon besetzt, kein Wunder bei dem Wetter.
Naturhistorisches Museum

Wir überqueeren dann einmal die Straße und gehen in den Burggarten. Dort suchen wir uns eine schöne Parkbank in der Sonne und halten es da auch eine ganze Zeit aus.

Vom Burggarten gehen wir zur Burg. Das ist ein riesiger, aus mehreren Gebäuden bestehender Komplex. Unter anderem gehört die berühmte Spanische Hofreitschule dazu. Die ist leider nur auf Führungen zu besichtigen, und da unser Interesse für den Reitsport eher gering ist, verzichten wir darauf.

Dann wird es mal wieder Zeit, nach einem Cafe Ausschau zu halten. Wir sehen ein Gebäude an dem Hotel Sacher steht, na dann gehen wir in das berühmte Hotel doch mal rein. Sieht auch alles ganz edel aus, das Cafe nennt sich Cafe Mozart und Kaffee und Kuchen sind nicht gerade günsitig. Die Sachertorte kann ich übrigens nicht empfehlen, ist relativ trocken und viel zu süß. Als wir nach dem Kaffee einmal um da Gebäude herum gehen sehen wir, dass wir gar nicht im berühmten Hotel/Cafe Sacher waren. Der Eingang ist nämlich an der anderen Gebäudeseite. Na ja, auch egal!

Wir schlendern dann noch ein wenig durch die Fußgängerzone und fahren dann mit der Straßenbahn wieder zum Schloss Belevedere. Dort suchen wir uns eine Parkbank in der Sonne, sitzen da und geniessen. Herrlich, das wir soviel Zeit in Wien haben, vor allem bei dem Wetter! Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang im Park und gehen dann langsam nach Hause. Unterwegs kommen wir an einer kleinen Brauereigaststätte vorbei. Genau das, was wir jetzt brauchen. Leider sind aber alle Tische schon besetzt oder reserviert, so dass wir zurück zum Appartment gehen und uns dort heute selber was kochen.

25.02.2008: Wien 3. Tag

Filed under: Wien 2008 — admin am 8. March 2008 um 19:02

Das Wetter ist wieder herrlich, strahlend blauer Himmel und Sonnenschein.

Nach dem Frühstück müssen wir erst mal bei der Appartmentvermietung vorbei und unsere Rechnung bezahlen (Samstags und Sonntags ist das Büro nicht besetzt). Das Büro ist bei uns mit im Haus, ist also kein Problem.

Wir beschließen, das gute Wetter auszunutzen um zum Prater zu fahren. Zu einem Wienbesuch gehört natürlich unbedingt eine Fahrt mit dem berühmten Riesenrad. Also fahren wir mit der U-Bahn bis zur Station Praterstern. Die scheint nagelneu zu sein, drumherum wird auch noch viel gebaut, zum EM 2008 gibt’s eine neue U-Bahn-Linie zum Praterstadion. Am Riesenrad ist heute morgen nichts los und so kommen wir recht schnell zu unserer Fahrt. Die Waggons sind uralt, die Fahrt recht unspektalkulär aber die Aussicht über Wien an diesem schönen Morgen natürlich sehr schön. Ulrike wird allerdings etwas mulmig, obwohl sie sonst keine Höhenangst hat. Vielleicht hat sie sich von der italienischen Touristin anstecken lassen, die wie ein Häufchen Elend auf der Bank in der Mitte des Waggons sitzt und nur auf die Bank starrt.

Vom Prater fahren wir mit der Straßenbahn zum Hundertwasser-Haus. Sehr sehenswert, das von Friedensreich Hundertwasser entworfenen Mietshaus, hier möchte man gerne wohnen. Wir gönnen uns einen Kaffee auf der Terasse des Cafes. Ist zwar relativ windig, aber in der Sonne gut auszuhalten. Endlich können wir mal draußen sitzen. Anschließend gehen wir noch ins Hundertwasser Village, ein Gebäude mit Restaurants, ein paar Läden und nicht zu vergessen außergewöhnlichen Toiletten, alles im Hundertwasser-Stil gehalten.
Hundertwasser Haus
Toiletten im Hundertwasser Village
Toiletten im Hundertwasser Village

Wir fahren dann zum Stadtpark und setzen uns auf eine Bank in die Sonne und geniessen das schöne warme Wetter. Es ist so schön das ich auf der Bank fast einschlafe. Bevor ich aber in Tiefschlaf falle, beschließen wir, eine Stadtrundfahrt zu machen. Es gibt eine Straßenbahn-Linie, die einmal komplett um den Stadtkern führt. In die steigen wir ein und fahren einfach ein bißchen durch die Gegend. Unterwegs sehen wir ein interessantes Gebäude und fragen uns, was das wohl ist. Eine nette Wienerin hinter uns klärt uns auf, dass es sich um die Börse handelt, erzählt uns auch gleich von welchem Architekt das Gäude ist und welche Gebäude der Architekt noch gestaltet hat. Kurze Zeit später macht uns die nette Frau auf eine schöne Kirche aufmerksam und wir entschließen und spontan, an der nächsten Haltestelle auszusteigen und uns die Kirche näher anzusehen. Leider wird diese z. Zt. saniert und ist teilweise eingerüstet, außerdem haben wir Pech und die Kirche ist Montags auch noch geschlossen.

Von der Kirche ist es nur ein kurzer Spaziergang zum Rathaus. Auch ein sehr imposantes Gebäude, vor dem ein paar Eislaufflächen und Stände aufgebaut sind. Das ganze nett sich Eistraum 2008 und paßt irgendwie gar nicht zu den fast schon sommerlichen Temperaturen, die hier z. Zt. herrschen. In diesem Bereich jagd ein Highlight das nächste. Gleich gegenüber vom Rathaus ist das Burgtheater, ein paar hundert Meter weiter die Straße runter befindet sich das Parlament und gegenüber vom Parlament gibt es wieder einen Park, den Volksgarten. Da machen wir dann erst mal wieder eine Pause in der Sonne.
Eistraum vor dem Rathaus
Burgtheater
Parlament

Nach beendeter Pause gehen wir vom Volkspark zur Nationalbibliothek, vielleicht eines der schönsten Gebäude in Wien. Sehr beeindruckend, auf dem riesigen Vorplatz steht ein großes, imposantes Reiterdenkmal. Auf eine Innenbesichtigung verzichten wir zunächst, das Wetter ist einfach zu schön um irgend etwas (außer die berühmten Wiener Cafes natürlich) von innen zu besichtigen.
Nationalbibliothek

Von da gehts weiter Richtung Stephansdom/Zentrum. Wir haben mittlerweile etwas Hunger und beschließen, nach einem schönen Cafe Ausschau zu halten um die berühmte Wiener Kaffeehaus-Atomosphäre zu geniessen. Wir finden auch ein ganz nettes Cafe, aber statt dieser netten Atmosphäre schlägt uns ziemlich ekeliger Nikotingeruch entgegen. So ergeht es uns übrigens in vielen Cafes und Restaurants in Wien. Entweder wir sind vom Rauchverbot zu Hause schon verwöhnt, oder die Wiener gehen hauptsächlich ins Cafe/Restaurant um zu rauchen. Wie auch immer, wir finden dann schließlich ein etwas moderneres Cafe, was nicht ganz so verräuchert ist.

Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg Richtung Fußgängerzone, um mal zu sehen, was die Wiener Geschäfte so zu bieten haben. Wir flanieren über die wirklich hübsche Einkaufsmeile von Wien, ohne allerdings etwas zu kaufen. Unterwegs machen wir noch einen Abstecher in die St. Peter Kirche. Von außen hatten wir Sie schon am Sonntag bewundert, von innen ging es da nicht, war gerade Messe. Anschließend wollen wir uns noch den Stephansdom von innen anschauen. Auch das war am Sonntag wegen einer Messe nicht möglich. Das Hauptschiff der Kirche ist allerdings durch ein großes Eisengitter abgesperrt und nur auf Führungen zu Besichtigen. Nur der hintere Bereich ist frei zugänglich. Außerdem ist die Kirche total dunkel, nur Notbeleuchtung an. So was liebe ich ja, wenn ich für die Besichtigung einer Kirche Geld bezahlen soll.
Spiegelung in der Fußgängerzone

Es geht mittlerweile auf den Abend zu uns wir machen uns auf den Heimweg. Wir wollen in dem Restaurant in der Nähe unseres Appartments essen, in dem gestern kurioserweise die Küche schon um 18:00 Uhr geschlossen hatte. Heute haben wir mehr Glück und die Küche hat normale Öffnungszeiten. Ich bestelle ein Fleischspieß und Ulrike bestellt Rinderfiletspitzen. Das Weizenbier, was ich bestellt habe, ist das letzte was sie haben und die Kroketten, die eigentlich zu Ulrikes Rinderfilet gehören, sind auch ausgegangen. Aber ansonsten ist das Essen ganz gut und günstig.

23.02. + 24.02.2008: Wien 1. + 2. Tag

Filed under: Wien 2008 — admin am 8. March 2008 um 17:33

Samstag 23.02.08, 1. Tag

Anreise hat perfekt geklappt. Flugzeug war pünktlich, wir bekommen in Wien gleich passend den City Airport Train und fahren damit in die Innenstadt. In der zentralen U-Bahn Station müssen wir uns erst mal orientieren, bis wir den richtige S-Bahn finden, die wir brauchen. Damit müssen wir dann nur noch eine Station fahren und 300 m gehen, dann sind wir an unserem Appartment. Unser Schlüssel ist in einem kleinen Safe hinterlegt, der in die Hauswand eingebaut ist. Wir geben die uns mitgeteilte Zahlenkombination ein und haben den Schlüssel. Das Haus ist ein richtiger Altbau mit riesem Treppenhaus. Wir haben wie in Rom das Glück, das wir sehr weit nach oben müssen (4. Etage), aber hier gibt es zum Glück einen Fahrstuhl. Das Appartment ist sehr geräumig und modern eingerichtet, die Möbel scheinen alle noch ziemlich neu zu sein. Die Sitzmöbel sind allerdings recht unbequem. Alles in allem sind wir aber zufrieden mit unserer Unterkunft. Es ist jetzt ca. 20:00 Uhr und wir haben Hunger. Also halten wir nach einem Restaurant in der Nähe ausschau und entscheiden uns für einen Italiener. Ulrike bestellt Zander auf Spinat mit Kartoffeln und ich eine Pizza. Ist beides nicht der Hit, aber wir sind für heute erst mal gesättigt.

Sonntag 24.02.08, 2. Tag

Wir haben Glück und der Bäcker schräg gegenüber hat heute morgen geöffnet. Da hatten wir gar nicht mit gerechnet, weil heute ja Sonntag ist. Wir können alles nötige für’s Frühstück dort einkaufen und wider Erwarten doch im Appartment frühstücken. Danach fahren wir mit der S-Bahn eine Station nach Wien-Mitte und steigen dort aus. Wir folgen dann dem im Reiseführer beschriebenen Rundweg durch die Innenstadt. Am Sonntag morgen ist noch nicht viel los und Wien wirkt ein bißchen wie ausgestorben. Der Stephansdom ist z. T. eingerüstet und innen findet gerade eine Messe statt, so dass eine Besichtigung im Moment nicht möglich ist. Wir gehen weiter durch Straßen und Gassen, vorbei an alten Häusern, aber so richtig springt der Funke noch nicht über. Liegt vielleicht daran, dass heute nicht viel los ist, keine Geschäfte geöffnet haben etc. Außerdem ist unsere Meßlatte, was Städte angeht, durch Rom sehr hoch gelegt worden.

Das Wetter ist heute herrlich, strahlender Sonnenschein und bestimmt 20 Grad. Gegen Mittag beschliessen wir, dass es eigentlich zu schön ist um in der Stadt im Schatten der hohen Häuser rumzulaufen. Also fahren wir statt dessen mit der S-Bahn etwas raus aus der Innenstadt zum Schloß Schönbrunn. Hier ist bei diesem Wetter richtig viel los. Wir schlendern durch den Schloßpark und versuchen, irgendwo draußen in einem Cafe einen Platz zu bekommen, haben aber keine Chance. Die Cafes rund um das Schloß haben nur ganz wenig Sitzplätze draußen und sind hoffnungslos überfüllt. Da hat Wien heute keine Pluspunkte bei uns gesammelt. das bei diesem Wetter nur so begrenzte Möglichkeiten zu finden sind, draußen zu sitzen, finden wir etwas verwunderlich. Als wir den Park und das Schloßgelände so weit erkundet haben, gehen wir in ein Cafe rein um eine Kleinigkeit zu Essen, wir haben mittlerweile richtig Hunger.
Schloß Schönbrunn

Nachdem wir uns gestärkt haben, fahren wir mit der S-Bahn wieder zurück in die Innenstadt, und weiter zu unserem Appartment. Dort liegt gleich um die Ecke das Schloß Bellvedere und wir gehen noch ein wenig durch den botanischen Garten, der zum Schloß gehört. Das Schloß mit dem Park wollen wir uns an einem der nächsten Tage anschauen.

Gegen Abend gehen wir dann in ein Restaurant bei uns in der Nähe. Das sah ganz nett aus, mit österreichischer Küche, und die wollen wir natürlich auch probieren. Als wir eintreten werden wir gefragt, ob wir speisen möchten. Als wir das bejaen wird uns mitgeteilt, dass Sonntags die Küche bedauerlicherweise schon um 18:00 Uhr schließt. Da sind wir aber dann doch sehr erstaunt über die Gepflogenheiten hier in Wien. Ist aber nicht schlimm, gleich gegenüber ist ein weiteres Restaurant mit österreichischer Küche, und die hat auch noch auf. Wir entscheiden uns dann beide für den Zwiebelrostbraten, der auch sehr gut ist.

29.06.2007: Oslo - Abreise

Filed under: Allgemein, Norwegen 2007 — admin am 30. June 2007 um 22:54

Das Wetter heute Morgen ist bescheiden, dunkle Wolken und Regen. Wir checken nach dem Frühstück aus, lassen unseren Wagen aber auf dem Hotelparkplatz stehen (hat schließlich 150,- NOK extra gekostet) und gehen mit Regenjacke und Regenschirm bewaffnet los.

Unser erstes Ziel ist das Rathaus von Oslo. Ein Gebäude, das zwiespältige Eindrücke hinterläßt (und damit tyisch für Oslo ist). Es gibt durchaus schöne Aspekte: Die atronomische Uhr an einem der 60 m hohen Rathaustürme, Schnitzereien an der Außenfassade, einen schönen Brunnen vor dem Rathaus, einen schönen Eingang und innen eine sehr schöne Eingangshalle. Der Gesamteindruck ist aber der eines hässlichen großen Klotzes aus rotem Backstein.

Vor dem Rathaus stehen diese typischen Doppeldeckerbusse für Stadtrundfahrten. Bei dem Regen genau das richtige für uns. Wir bekommen sogar noch Plätze in der ersten Reihe im oberen “Geschoss”. Das bringt aber auch nicht ganz viel, da die Scheiben von außen vollgeregnet werden und von innen beschlagen. Egal, wir fahren die verschiedenen Touristenattraktionen ab (das hätten wir zu Fuss natürlich nie geschafft) und steigen am Kon Tiki Museum aus. Hier wird das Schaffen von Thor Heyerdahl sehr anschaulich demonstriert, unter anderem sind 2 seiner Schiffe (Ra II und Kon Tiki) hier aufgebaut. Da wir beide sein Buch über die Kon Tiki Expedition gelesen haben, ist das sehr interessant für uns.

Nach dem Museumsbesuch steigen wir wieder in den Sightseeing-Bus ein und fahren die restliche Strecke, am Rathaus steigen wir wieder aus. Passend sind mittlerweile die Wolken aufgerissen und die Sonne kommt raus.

Wir gehen zur Aker Brygge, einem neuen, auf dem ehemaligen Gelände einer Werft errichteten Stadtviertel direkt am Hafen. Modern, aber schön (eine Seltenheit in Norwegen), erinnert uns ein wenig an die Speicherstadt in Hamburg. Hier gibt es jede Menge Geschäfte, Cafes und Restaurants, letztere fast alle mit großem Außenbereich. Da wir mittlerweile hungrig sind, schauen wir uns nach einem Restaurant um. Die Entscheidung ist aufgrund der Vielzahl nicht einfach, aber irgendwann sticht uns der Name Rorbuer ins Auge. Das müssen wir uns in Erinnerung an unsere 4 Nächte in der Rorbuer auf den Lofoten natürlich anschauen. Sieht gut und rustikal aus, Speisekarte ist auch o.k. und relativ günstig, also nehmen wir draußen in den Korbstühlen Platz. Für Ulrike gibt es Haddock (geräucherter Fisch) mit Gemüse und Kartoffeln, für mich Shellfish (Krabben und Muscheln) auf Salat mit Brot und Butter sowie einer ziemlich großen Portion rotem Kaviar. Beides sehr lecker.

Danach setzen wir uns noch ein bischen am Hafen in die Sonne und gehen anschließend zur Akershus, der alten Festung von Oslo. Über die Karl Johan Gata und den Bahnhofsplatz gehen wir dann zurück zu unserem Hotel in der Storgata, wo unser Auto auf dem Parkplatz auf uns wartet. Unser Navi dirigiert uns von dort sicher zum Fährterminal der Stena Line.

Etwas verspätet um 20:00 Uhr legt die MS Stena Saga vom Kai ab. In der Abendsonne haben wir noch mal einen schönen Blick auf Oslo und die idyllischen Inseln im Oslofjord. Ein schöner Abschied von Norwegen.

28.06.2007: Oslo

Filed under: Allgemein, Norwegen 2007 — admin am 28. June 2007 um 22:04

Als wir aufstehen ist es zwar zunächst noch etwas bedeckt, wir können aber trotzdem draußen frühstücken.

Dann machen wir uns auf den Weg Richtung Oslo. Zunächst geht es auf Nebenstraßen weiter am Ufer des Mjosa-Sees entlang, dann müssen wir wieder auf die E6. Zunächst ist das auch nur eine normale, zweispurige Landstraße, später wird es dann eine z. T. achtspurige Autobahn. Nach fast 3 Wochen in den Weiten Norwegens ist das erst mal wieder gewöhnungsbedürftig.

Unser erstes Ziel ist Holmenkollen, die traditionsreiche Skisprungschanze im Norden von Oslo. Natürlich müssen wir auch hier Eintritt bezahlen (ca. 9,- EUR), dafür können wir nicht nur mit dem Fahrstuhl auf die Schanze fahren, sondern uns auch das norwegische Skimuseum anschauen. Das ist gut gemacht und der Blick von der Schanze auf Oslo auch nicht von schlechten Eltern.

Da das Wetter mittlerweile sehr schön ist, entschließen wir uns als nächstes zum Vigelandpark zu fahren. In diesem, vom Künstler Gustav Vigeland selbst entworfenen Park, befinden sich diverse Figuren aus Bronze und Stein, ein großer Brunnen sowie eine Granitsäule aus 121 steinernen Leibern. Man kommt aus dem Fotografieren gar nicht mehr heraus, für uns ist das schon jetzt das Oslo-Highlight.



Das es mittlerweile später Nachmittag ist, machen wir uns auf den Weg zum vorgebuchten Best Western Anker-Hotel. Dank Navigationssystem geht das auch ganz gut, wir müssen uns nur erst mal wieder an den Verkehr einer Großstadt gewöhnen.

Das Hotel liegt ziemlich zentral und so gehen wir nach dem Einchecken noch mal los in die Innenstadt. Was uns zunächst auffällt ist das Vielvölkergemisch auf den Straßen. Man kommt sich vor wie im Schmelztiegel New York und nicht wie in einer norwegischen Stadt. Laut unserem Reiseführer erschließt sich die Schönheit Oslos erst mit dem zweiten Blick, und unser erster Blick bestätigt das. Dann erreichen wir die Karl Johans Gate, die Einkaufsstraße von Oslo. Das ist dann wohl der vom Reiseführer gemeinte zweite Blick auf Oslo. Hier gefällt es uns gut, schöne Gebäude, Geschäfte, Restaurants und Straßencafes, Straßenmusikanten und jede Menge Menschen, hier tobt das Leben. Zum Abendessen landen wir natürlich, wie soll es auch anders sein, im Hard Rock Cafe. Wir sitzen draußen auf Oslos Prachtmeile und schauen auf Schloss, was will man mehr. Später setzt sich noch ein älteres Paar aus Mainz zu uns, die heute angekommen sind und ihren Urlaub noch vor sich haben.

27.06.2007: Peer Gynt Veien - Lillehammer

Filed under: Allgemein, Norwegen 2007 — admin am 28. June 2007 um 20:17

In unserem Übernachtungsort Vinstra beginnt der Peer Gynt Veien, eine Alternativroute zur E6, der Hauptroute nach Süden. Benannt ist der Weg nach der Figur aus Henrik Ibsens Drama, die in Vinstra beheimatet gewesen sein soll und so etwas wie ein norwegischer Nationalheld ist.

Klar, das wir natürlich diesen Weg nach Lillehammer wählen. Die Straße führt abseits der Touristenströme über das Hochland, vorbei an Almhütten, Moorgebieten, Schafherden und kleinen Seen. Nichts spektakuläres, aber sehr schön und sehr ruhig, jedenfalls an diesem Morgen. Liegt vielleicht auch daran, das der Weg zum großen Teil nur geschottert ist und außerdem mautpflichtig. Der Reiseführer empfiehlt, jetzt die Peer Gynt Suite von Edvard Grieg in den CD-Player zu legen, aber die haben wir natürlich nicht dabei. Das wird zu Hause aber nachgeholt und dann werden wir an diese Gegend denken.

Und ich sag noch zu Ulrike: Hier müsste jetzt mal ein Elch auf dem Weg stehen. Aber sie meint, dies sei keine Elchgegend. Kurze Zeit später sehen wir links neben der Straße eine Elchkuh. Als wir anhalten und die Türen aufmachen, läuft sie aber sofort weg. Wir fahren dann noch zu einer Parkbucht eine paar Meter weiter. Von dort führt ein Trampelpfad in Richtung Elchkuh, aber von der ist nichts mehr sehen, schade.

Kurz vor Lillehammer mündet der Peer Gynt Veien wieder in die E6 und gegen 11:00 Uhr erreichen wir die Stadt der olympischen Winterspiele 1994. Wir fahren zunächst zum Museumsdorf Maihaugen, einem der schönsten und größten Freilichtmuseen Norwegens. Hier wurden alte Gebäude aus dem Gudbrandsdal original wieder aufgebaut. Man sieht es ihnen aber absolut nicht an, dass sie nicht mehr an ihrem Originalstandort stehen. Das gilt insbesondere für die um 1200 erbaute Stabkirche, die führer in Lom stand.
 

Danach fahren wir zum Olympiazentrum und schauen uns die Skisprungschanzen und die Hakon-Hallen (Eishockey) an. Anschließend fahren wir ins Zentrum von Lillehammer und schlendern über die sehr schöne Fußgängerzone.

Gegen 15:00 Uhr verlassen wir die Stadt. Wir wollen uns eine schöne Hütte am Mjosa-See suchen. Das gestaltet sich aber sehr schwierig. Entweder sind die Hütten ausgebucht, ober sie entsprechen nicht dem, was wir erwarten. Schließlich ist heute unsere letzte Hüttenübernachtung in Norwegen, morgen geht es nach Oslo ins vorgebuchte Hotel.

Wir brauchen schließlich bis ca. 16:30, ehe wir ein schönes Plätzchen auf einer Halbinsel finden. Die Hütte ist zwar nicht die neueste, hat auch kein Bad, liegt aber sehr schön mit Seeblick. Den Rest des nachmittages verbringen wir dann am See. Da es hier auch eine kleine Badebucht gibt, nutze ich das zu einem erfrischenden Bad im See.

Ach ja, ich hatte noch nichts über das Wetter geschrieben: Blauer Himmel, Sonne, nur wenig Wolken. So können wir auch heute wieder lange die Sonne genießen.

26.06.2007: Lustrafjord - Sognefjell

Filed under: Allgemein, Norwegen 2007 — admin am 28. June 2007 um 20:16

Schon früh morgens scheint die Sonne auf unseren Balkon, d. h. wir können heute das erste mal in diesem Urlaub draußen frühstücken. Danach bleiben wir noch ein Weilchen in der Sonne sitzen und gegen 10:00 Uhr verlassen wir schweren Herzens unsere Superhütte.

Wir fahren weiter am Südufer des Lustrafjords entlang und halten schon nach kurzer Zeit in dem kleinen Örtchen Luster. Dort gibt es mal wieder eine alte Kirche zu besichtigen, diesmal zu Abwechselung mal eine aus Stein. Die bereits 1250 erbaute Kirche gefällt uns sehr gut und kostet sogar mal keinen Eintritt.

In Skjolden verläßt die Straße den Lustrafjord, der ist hier nämlich zu Ende, und windet sich hinauf zum Sognefjell. Dieser Sognefjellvegen ist die schönste Hochgebirgsstrecke in Norwegen und steigt bis auf 1400 m an. Die Berge, die man von hier aus sehen kann, gehören zum Jotunheimen Nationalpark und sind die höchsten Berge Norwegens (Galdhopiggen ist mit 2469 m der höchste davon). Gerade bei diesem Wetter ist das eine wunscherschöne Fahrt, vorbei an Gletschern, Schneefeldern, Wasserfällen etc. Natürlich halten wir an zahlreichen Aussichtspunkten an und genießen Landschaft und Wetter bei einer kleineren Wanderung.


Leider verlassen wir das Hochgebirge irgendwann wieder und nähern uns dem schon etwas größeren Ort Lom. Ist ein typischer Touristenort, aber ganz nett. Fast nur Holzhäuser und eine hübsche Stabkirche gibt es auch. Wir kaufen dann noch ein paar Kleinigkeiten ein und fahren weiter Richtung Otta. Von dort machen wir einen kurzen Abstecher zu den Kvitskriuprestein, den weißen Priestern. Dabei handelt es sich um Erdpyramiden, kleine Türmchen mit Steinen oben drauf. In Amerika nennen sie diese Dinger Hoodoos, und wer unsere Reiseberichte in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt hat, der weiß jetzt, was gemeint ist.

Danach heißt es wieder Ausschau halten nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Wir fahren verschiedene Campingplätze an, die Hütten vermieten, finden aber erst mal nicht passendes. Es sind auch ein paar echte Bruchbuden dabei, und nach der Superhütte von gestern liegt die Messlatte natürlich sehr hoch. Im Ort Vinstra finden wir dann zwar keine Hütte, aber ein nettes, altehrwürdiges Hotel (über 100 Jahre alt). Das Hotel hat diesen alten Charme bewahrt, die Zimmer sind nett und gemütlich. Zudem gehört ein riesiger Garten zum Hotel, der direkt an den Fluß Sjoa grenzt und zahlreiche Sitzecken bietet. Dort sitzen wir dann noch lange in der Abendsonne.

25.06.2007: Urnes - Nigardsbreen - Ein perfekter Urlaubstag

Filed under: Allgemein, Norwegen 2007 — admin am 28. June 2007 um 20:15

Die Wettervorhersage für heute ist auch nicht so toll. Viele Wolken, Regen, aber immerhin auch ab und zu Sonne.

Noch ein Nachtrag zum Hotel Walaker: Gestern beim Einchecken mussten wir nur unsere Namen in die Gästeliste eintragen. Kein Ausweis vorzeigen, keine Kreditkarte vorlegen. Wir hätten auch Willi und Lieschen Müller aus Timbuktu schreiben können und wären am nächsten Morgen weggefahren ohne zu bezahlen. Die haben noch Vertrauen hier in Solvorn.

Als erstes schauen wir uns heute die Stabkirche Urnes an. Die liegt genau gegenüber dem Hotel Walaker auf der anderen Seite des Lustrafjordes, und genau vor dem Hotel fährt die Fähre dorthin ab. Wir lassen unser Auto auf dem Hotelparkplatz stehen und nehmen die erste Fähre um 10:00 Uhr. In Ornes angekommen müssen wir noch ca. 15 min zu Fuß gehen, bis wir die Urnes Kirche erreichen (Es ist wirklich so, der Ort heißt Ornes, die Kirche heißt Urnes). Die ist zwar nicht besonders groß, es ist aber die älteste Stabkirche in Norwegen, über 900 Jahre alt. Natürlich müssen wir auch hier Eintritt bezahlen, aber dafür bekommen wir auch eine Führung. Die Kirche ist vor allem von innen sehr schön und ihr Eintrittsgeld durchaus wert.

Unser zweites Tagesziel ist der Nigardsbreen Gletscher im Jostedalsbreen Nationalpark. Nach kurzer Fahrt, bei der es zwischendurch mal wieder regnet, kommen wir dort an und buchen eine geführte Gletscherwanderung, die sich Blaueiswanderung nennt und um 14:30 Uhr startet. Vorher stärken wir uns noch ein wenig und ziehen uns etwas wärmer an, dann geht es um kurz 14:15 Uhr los. Das Wetter ist mittlerweile immer besser geworden, hier und dort kommt sogar die Sonne durch und wir können blauen Himmel sehen. Welch eine Freude nach dem Regentag gestern. Wir werden zunächst mit Steigeisen und Eispickel ausgestattet und bekommen ein paar Erläuterungen. Zum Glück ist unsere Wandergruppe sehr klein,  neben uns und unserem Führer aus Nepal wandert nur noch eine Frau aus Südafrika (Sandra Bullock Double) mit. Später, auf dem Gletscher, gesellt sich aus Sicherheitsgründen noch ein zweiter Führer aus Schweden dazu. Ein sehr internationale Gruppe also.

Es ist schon sehr gewöhnungsbedürftig, mit Steigeisen unter den Schuhen auf dem Eis zu Laufen, aber nach ein paar Minuten geht es schon ganz gut. Die nächsten 2 Stunden auf dem Eis sind einfach unbeschreiblich. Wer sich zunächst wundert, warum das ganze Blaueiswanderung heißt, der weiß es spätestens, wenn er in die erste Gletscherspalte geschaut hat. Es ist ein tolles Erlebnis und für uns natürlich auch ein kleines Abenteuer, durch diese Wunderwelt aus Eis zu laufen.

An dieser Stelle danke an Bernd, dass Du uns so davon vorgeschwärmt hast!  Der Urlaub ist zwar noch nicht vorbei, aber ich denke das war schon mal das Urlaubshighlight!


 

Gegen 17:00 Uhr kommen wir von der Gletscherwanderung zurück. Wir tauschen erst mal unsere verschwitzen Klamotten, stärken uns mit den mitgebrachten Brötchen, setzen uns noch ein wenig in die Sonne und schauen noch mal auf den Nigardsbreen Gletscher.

Da wir für heute noch eine Übernachtungsmöglichkeit suchen müssen, brechen wir gegen 17:30 Uhr auf und fahren am Lustrafjord entlang nach Norden. Nach einer 3/4 Stunden sehen wir rechts einen Campingplatz mit Hüttenvermietung, der auch im Reiseführer empfohlen wird. Wir fahren zur Rezeption, die ist aber zur Zeit anscheinend nicht besetzt. Es hängt aber ein Schild im Fenster, man solle sich einfach eine freie Hütte suchen (wo der Schlüssel in der Tür steckt, ist die Hütte frei) und dann später bezahlen. Also schauen wir uns um und nehmen eine freie Hütte in Beschlag. Wenn wir bis jetzt dachten, wir hätten einen super Urlaubstag gehabt, dann wird das jetzt noch gesteigert zum perfekten Urlaubstag. Die Hütte ist sehr geräumig, gut ausgestattet, liegt direkt am Wasser, hat einen großen Balkon und von dem schaut man nicht nur direkt auf den Lustrafjord, sondern auch auf den Feigumfossen, einen 218 m hohen Wasserfall am Südüfer des Fjords. Es gibt sicherlich viele Hütten in Norwegen in schöner Lage am See oder Fjord, aber dieser Platz hier ist schon etwas besonderes! Hinzu kommt, das wir entgegen den Wettervorhersagen das ganze bei strahlendem Sonnenschein geniessen können.

Wir sitzen erst noch etwas in der Sonne, grillen dann und sitzen noch lange draußen. Später kommt dann auch der Vermieter zum Kassierren. Ein netter Norweger der sehr gut deutsch spricht. Auf meine Frage, warum er so gut deutsch spricht, antwortet er: “Das ist hier Campingsprache”.

weiter »