24.08.2006: Rückflug

Filed under: USA Nordwesten 2006 — admin am 26. August 2006 um 21:36

Wir schlafen heute lange und gönnen uns dann das gute aber auch nicht ganz billige Frühstücksbuffet im Holiday Inn.

Danach packen wir unsere Sachen zusammen und checken aus. Wir wollen dann ein Airport Shuttle bestellen, aber der Hotel-Portier meint, zu Viert ist es mit einem normalen Taxi günstiger. Also bestellt er ein Taxi für uns und tatsächlich, wir sparen dadurch 15,- $ (Airport Shuttle 15,- $ pro Person = 60,- $, Taxi 45,- $ einschl. Trinkgeld).

Im Flughafen angekommen gehen wir gleich zum British Airways Schalter. Unser Flug geht zwar erst in 5 Stunden, wir können aber trotzdem schon einchecken und sogar noch bessere Plätze bekommen. Wir sitzen jetzt in der ersten Viererreihe direkt vor der Wand, das verschafft uns etwas mehr Beinfreiheit als in einer normalen Viererreihe.

Dann heißt es Zeit rumkriegen bis zum Ablug. Der ist natürlich nicht pünktlich sondern eine Stunde zu spät. Neben einer weiteren Stunde Warterei bringt uns das auch arge Probleme in London, da wir dort nur 1 1/4 Stunden zum Anschlußflug nach Hamburg haben.

Nach 9:20 Std. Flugzeit kommen wir in Hamburg an, eine gute Flugzeit, aber die Verspätung haben wir dadurch nicht wettgemacht. Unser Anschlußflug fliegt also ohne uns ab. Schon 1 1/2 Stunden später geht aber der nächste Flug nach Hamburg und auf den werden wir umgebucht.

Gegen 19:00 Uhr kommen wir ziemlich geschafft nach langer Reise in Hamburg an und werden auch noch positiv überrascht, unsere Koffer sind die ersten auf dem Laufband.

Die Westcoast Traveler im Fotoladen in Chinatown
(Die Westcoast Traveler im Fotoladen in Chinatown)

Damit sind 3 Wochen unseres schönen, erlebnisreichen Urlaubs mit den Highlights Vancouver, Olmypic Halbinsel, Lassen Volcanic, San Francisco sowie vielen schönen Campgrounds und Lagerfeuer-Abenden leider auch schon wieder vorbei.

23.08.2006: San Francisco

Filed under: USA Nordwesten 2006 — admin am 24. August 2006 um 17:28

Morgens rufen wir als erstes bei El Monte an. Man teilt uns mit, dass man beschlossen hat, unser Gepäck gegen 10:00 Uhr direkt zu unserem Hotel zu bringen und nicht, wie angedroht, zum Transferhotel. Sehr großzügig!

Wir frühstücken im Denny’s und fragen dann an der Rezeption, ob unser Gepäck angekommen ist. Ist es natürlich nicht, aber wir hatten auch nicht wirklich erwartet, dass El Monte pünktlich ist.

Also machen wir uns auf zur San-Francisco-Erkundung. Mit dem Bus (wir hatten uns vorgestern schon ein 3-Tages-Tiket gekauft) fahren wir zum Aussichtspunkt an der Golden Gate Bridge. Nico und ich gehen dann zu Fuß über die Brücke, Ulrike und Juliane wollen auf uns warten. Auf dem Rückweg kommen die beiden uns aber entgegen, sie haben sich entschieden nun doch einmal über die Brücke gehen. Leider ist es heute morgen wieder bewölkt und neblig, so dass wir nicht ganz den tollen Blick haben. Insbesondere Nico ist aber trotzdem von der Golden Gate Bridge begeistert.

Wir nehmen dann den nächsten Bus und steigen im Golden Gate Park wieder aus. Durch den Park gehen wir bis nach Haight Ashbury. Im ehememaligen Hippieviertel sind die verschiedensten Typen unterwegs. Touris wie wir, Alt- und Neuhippies, Penner, Punker, Alternative etc. Genauso bunt wie das Pubklikum sind die Läden, Restaurants und Cafes.
Gebäude in Haight Ashbury
(Gebäude in Haight Ashbury)

Wir stärken uns mit Kaffee und Kuchen und gehen zu Fuß weiter zum Alamo Square. Das Wetter zeigt sich jetzt von seiner schönsten Seite und so haben wir einen perfekten Blick auf die viktorianischen Häuser mit der Skyline im Hintergrund.
Alamo Square
(Alamo Square)

Vom Alamo Square fahren wir mit Bus und Streetcar zurück zum Hotel. Es ist jetzt später Nachmittag und wir wollen checken, ob unser Gepäck endlich angekommen ist. Und tatsächlich, es ist gegen Mittag gebracht worden.

Um diese Sorge erleichtert schauen wir uns noch die Lombard Street an und gehen dann noch etwas shoppen.
Lombard Street
(Lombard Street)

Dann ist auch schon wieder Abend und wir kehren zum Hotel zurück. Wir halten nach einem netten Restaurant an der Fisherman`s Wharf Ausschau und werden auch schnell fündig. Passend zum Aufenthaltsort gibt es heute abend mal Fisch, außer für Nico natürlich, der bekommt was vegetarisches.

22.08.2006: San Francisco

Filed under: USA Nordwesten 2006 — admin am 24. August 2006 um 17:06

Morgens um 8:00 Uhr fahren wir los Richtung Vermietstation von El Monte. Bis 11:00 Uhr müssen wir unser Wohnmobil abgeben und es sind lt. Routenplaner ca. 100 km zu fahren. Wir kommen dannn kurz vor 10:00 dort an und geben das Wohnmobil ab. Die Vermietstation ist riesig, alles läuft sehr professionell aber nicht sehr freundlich ab. So will man uns für einen nicht ganz vollen Tank 5,50 $ in pro Gallone in Rechnung stellen (ich hatte heute morgen vor Abfahrt für 2,99 $ getankt). Zum Glück ist im Mietvertrag festgehalten, das bei der Übernehme der Tank auch nicht voll war und wir müssen diesen Wucherpreis nicht bezahlen.

Der Mitarbeiter fragt dann, wo wir mit dem Shuttle Bus hingebracht werden wollen. Als ich ihm sage “zum Holiday Innn Fisherman`s Wharf” antwortet er gleich “Fishermans Wharf fahren wir nicht an, wir bringen sie zum Holiday Inn Golden Gateway, von da können sie ein Taxi nehmen”. Der gute Mann hat ja recht, es steht in den Vertragsbedingungen drin, dass sie nur bestimmte Transferhotels anfahren, und da gehört unseres nunmal nicht zu. Guter Service ist das trotzdem nicht, zumal die Wegstrecke zwischen HI Golden Gateway und HI Fishermans Wharf sage und schreibe 2,5 km beträgt.

Der Shuttle Bus wird uns dann für 11:00 bis 11:30 avisiert, d.h. erst mal warten. Tatsächlich werden wir aber erst um 12:00 Uhr zum Bus gerufen. Der Grund für diese lange Wartezeit ist klar. Die Vermietstation liegt weit weg von San Francisco, also will man nur ein Mal fahren und wartet, bis alle, die heute ihr Wohnmobil abgeben mussten, da sind. Als der Bus dann beladen wird, merken die fähigen Mitarbeiter, dass sie gar nicht alle Leute und vor allem nicht das ganze Gepäck in einen Bus bekommen. Also fahren 2 Busse hintereinander her, wobei wir im ersten Bus sitzen, das Gepäck von Ulrike und mir aber im zweiten Bus ist. Da bekommt Ulrike schon ein komisches Gefühl.

Das einzige positive an dieser Fahrt ist unser Busfahrer Zlatko, ein lustiger Typ. Na ja, sein abwechslungsreiches Musikprogramm für die Fahrt gefällt nicht allen und Nico und ich sind froh, das wir unsere MP3-Player rausholen können, aber sonst ist es ganz witzig mit ihm. Bei der Einfahrt nach San Franciso spielt er dann auch passend “San Francisco” von Scott McKenzie, das hat doch schon was. Außerdem hat er schon angedeutet, dass er uns direkt zu unserem Hotel fährt und nicht zum Transferhotel und uns somit die Taxifahrt erspart.

Nach über 2 Stunden Fahrt (erst zum Flughafen, dann zu den verschiedenen Hotels) kommen wir endlich an unserem Hotel an. Das Problem ist, das unsere Koffer, die im zweiten Bus waren, nicht da sind. Angeblich wurde beim Hotel vorher alles noch verbliebene Gepäck aus Bus 2 in Bus 1 verladen, aber unsere Koffer sind definitiv nicht da. Vor allem Ulrike ist völlig genervt, war doch ihr Koffer schon beim Hinflug nicht mitgekommen.

Nach vielen Telefonaten mit El Monte stellt sich heraus, dass die Koffer wieder in der Vermietstation sind. Man schiebt alles jetzt auf den Fahrer und darauf, dass er uns direkt zu unserem Hotel und nicht zum Transferhotel gebracht hat. Dass ist natürlich nur eine Ausrede und der Fahrer sowieso der einzige, der in diesem Unternehmen was von Service versteht. Statt gleich jemanden mit unserem Gepäck loszuschicken will man uns das morgen bei der nächsten Fahrt bringen. Man weiß bei El Monte nur noch nicht, ob sie uns das Gepäck direkt zu unserem Hotel bringen oder nur bis zum Transferhotel, wo wir es uns dann abholen können. Wir sollen morgen früh noch mal anrufen. Ein Unverschämtheit, aber was sollen wir machen.

Da wir seit heute Morgen nichts mehr gegessen haben, gehen wir jetzt erst mal zum Essen ins Hard Rock Cafe. Das liegt auch an der Fisherman`s Wharf und ist von unserem Hotel nur ein Katzensprung. Danach schlendern wir noch über die Fisherman`s Wharf und fahren mit der Cable Car und mit dem Streetcar (eine Art Straßenbahn, z. T. mit historischen Waggons) zurück zum Hotel. Mit ein paar Bier im Denny’s spülen wir unseren Frust von heute ‘runter und sind schon gespannt, ob und wie wir morgen unser Gepäck bekommen.
Yachthafen an der Fishermans Wharf
(Yachthafen an der Fishermans Wharf)
Streetcar-Haltestelle vor dem Port of San Francisco
(Streetcar-Haltestelle vor dem Port of San Francisco)

21.08.2006: San Francisco

Filed under: USA Nordwesten 2006 — admin am 22. August 2006 um 06:08

Eigentlich war der heutige Tag für die Küste nördlich von San Francisco eingeplant. Da wir aber gestern schon mal ins Inland nach Petaluma gefahren sind, haben wir umdisponiert. Eine Mitarbeiterin vom KOA Campground gab uns den Tipp, dass es ab Larkspur eine Personenfähre nach San Francisco gibt. Die Fährüberfahrt dauert nur eine halbe Stunde, das hört sich doch gut an.

Also machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zum Fährterminal und erreichen San Francisco auf dem Wasserweg. Leider empfängt uns San Francisco mit einer geschlossenen Wolkendecke und Nebel. Wir gehen erst mal die Market Street hoch bis zur Visitor Information und kaufen uns ein 3-Tages-Ticket für Busse und Calbe Cars.

Dann ist erst mal Shopping angesagt, bei diesem Wetter das Beste, was man machen kann. Nico ersteht eine Levis Jeans und Juliane in Chinatown eine Digitalcamera. Der Verkäufer in dem Laden ist nicht etwas Chinese, sondern spricht uns gleich auf deutsch an.

Das Wetter bessert sich so langsam und die Sonne setzt sich durch. Unser Besichtungsprogramm für heute besteht dann noch aus Cable Car fahren (gar nicht so einfach, sind alle schon voll), China Town (wie schon erwähnt mit Camera-Kauf), Little Italy, Coit Tower, und dann ist auch schon wieder Zeit zum Fährterminal zurück zu gehen.


(Chinatown)

(Ende von Chinatown, Beginn von Little Italy)

Wir nehmen die Fähre um 15:00 Uhr zurück, da wir heute nachmittag noch Koffer packen müssen. Morgen um 11:00 Uhr muss das Wohnmobil zurück gegeben werden.

Abends werden dann die restlichen Vorräte verbraucht und vor allem das restliche Feuerholz abgefackelt.

20.08.2006: Hwy No. 1 - Bodega - Petaluma

Filed under: USA Nordwesten 2006 — admin am 21. August 2006 um 05:56

Morgens setzen wir unsere Fahrt auf dem Hwy. 1 fort. Das Wetter ist unverändert, dichte Wolkendecke und Nebel an der Küste, schauen wir ins Inland können wir z. T. sogar den blauen Himmel sehen.

Noch ein Wort zum berühmten Hwy. No. 1: Auch die heutige Etappe gleicht einer Achterbahnfahrt. Eine Kurve nach der anderen, rauf und runter, die Fahrt mag mit einem normalen Auto oder Motorrad Spaß machen, mit unserem 10-Meter Elmontie ist sie stressig und nervig. Bei diesem Wetter stimmt das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag absolut nicht.
Highway No. 1
Highway No. 1

Unser erster Halt ist Point Arena. Ein kleines Kaff direkt am Highway mit hübschen bunten Gebäuden veranlaßt uns, unser Elmontie zu parken und durch den Ort zu schlendern. Wir holen uns einen “Coffee to Go” und fahren weiter bis zum Salt Point State Park, wo wir auf den vorgelagerten Felsen Seelöwen und Pelikane sehen können.
Point Arena
Seelöwen am Highway No. 1

Nächstes Ziel ist Fort Ross. Das ist ein altes, russisches(!) Fort. Das Original ist zwar irgendwann abgebrannt, wurde aber originalgetreu wieder aufgebaut.
Fort Ross

Danach verlassen wir die Küste und machen einen Abstecher nach Bodega. Der Ort ist bekannt aus Alfred Hitchcock`s “Die Vögel”. An sich ein kleines, verschlafenes Nest, aber heute ist Feuerwehrfest. Ist eigentlich vergleichbar mit Feuerwehrfesten in Deutschland, nur das die Feuerwehrautos hier cooler aussehen. Wir schauen uns die Kirche und das alte Schulhaus an, beides Filmschauplätze, und stärken uns dann mit Kaffee und Kuchen.
Kirche in Bodega
Bodega Fire Department

Nach einem Blick in die Straßenkarte beschließen wir, nicht zurück zur Küste sondern ins Inland zu fahren. Zum einen lockt uns der blaue Himmel (von wolkenverhangener, nebliger Küste haben wir genug), zum anderen gibt es in Petaluma einen guten KOA Campground. Auf dem Weg dorthin treffen wir wieder unseren guten alten Hwy. 101, der hier im Inland als mehrspuriger Freeway verläuft. Leider kommen wir in einen kleinen Stau so dass wir etwas mehr Zeit als geplant brauchen. Gegen 17:00 Uhr kommen wir dann auf dem Campingplatz an und checken ein. Der Platz ist sehr groß aber auch sehr gut. Alles sehr gepflegt, großer Pool und Whirlpool, selbstverständlich WLan, saubere Toiletten und Duschen.

Grill- und Feuerstelle sind auch vorhanden, klar das beides von uns intensiv genutzt wird.

19.08.2006: Hwy. 101 - Hwy. 1

Filed under: USA Nordwesten 2006 — admin am 21. August 2006 um 04:41

Humboldt Redwood State ParkUnser erstes Ziel heute Morgen ist der Humboldt Redwood State Park. Der liegt direkt am Hwy. 101 und eine Paralellstraße, die Avenue of the Giants, führt durch den Park. Die Fahrt über die “Straße der Giganten” ist wirklich beeindruckend und auf einer kurzen Wanderung können wir die riesigen Redwood Bäume aus nächster Nähe bewundern.

Danach geht es noch ein kurzes Stück weiter auf dem Hwy. 101, bevor wir auf den berühmten Hwy. 1 wechseln. Die ersten 25 Meilen verläuft der Highway Number One allerdings nicht an der Küste, sondern durchs Gebirge, und zwar sehr kurvig. Die Fahrt zieht sich endlos in die Länge, viele Kurven können wir nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren, die nervigste Strecke bis jetzt. Irgendwann ist auch das geschafft und wir erreichen die Küste. Leider haben wir mit dem Küstenwetter dieses Jahr kein Glück. Wir schon in Oregon so auch hier dichte Wolken und Nebel, während im Inland die Sonne scheint.

Humboldt Redwood State ParkUnser nächster Stop ist Mendocino. Der kleine Küstenort scheint sehr beliebt zu sein, alle Straßen sind vollgeparkt. Wir finden für unseren Elmontie aber auch noch ein Platz und schlendern ein wenig durch den Ort. Es gibt viele nette Häuser mit urigen Läden, Cafe’s und Kunstgalerien. Die Preise hier sind allerdings gesalzen. Fast genauso sehenswert wie der Ort sind die skurilen Typen, die hier rumlaufen. Viele alt 68er, z.T. müssen es aber wohl schon deren Enkel sein.

Danach fahren wir weiter auf dem Hwy. 1 nach Süden. Die Strecke an sich ist sehr schön, aber bei diesem Wetter …..

Humboldt Redwood State ParkWir halten nach einem Campingplatz Ausschau, aber die ersten, die wir anfahren, sind alle schon voll. Es ist halt Samstag und da zieht es viele Leute an die Küste. Wir finden dann aber doch noch einen privaten Campground mit freien Plätzen. Der sieht zwar recht unansehnlich aus, aber wer weiß ob wir sonst noch was finden heute. Also bleiben wir dort und haben sogar noch Glück mit der Platzwahl. Es ist noch ein Platz am Ende einer Reihe frei, in unmittelbarer Nähe der Mündung des Albion River ins Meer. So sind wir wenigstens fast ungestört und haben uneingeschränkte Sicht auf die Brücke des Hwy. 1 hoch über uns. Humboldt Redwood State ParkAnsonsten scheinen hier nur größere Gruppen zu sein. Teilweise haben sie ihre Wohnwagen/Wohnmobile zu “Wagenburgen” zusammengestellt und in der Mitte wird gegrillt und Lagerfeuer gemacht. Trotzdem ist es auf dem Platz erstaunlich ruhig. Die meisten haben auch Boote dabei und wir rätseln darüber, ob die hier Angeln, Tauchen oder was auch immer für einen Wassersport betreiben.

Wir haben an unserem Platz zwar keine Feuerstelle, macht aber nichts. Wir suchen uns ein paar Flußsteine und bauen uns unsere Feuerstelle selber. Damit steht unserem Grillabend mit anschließendem Lagerfeuer nichts mehr im Wege.

18.08.2006: Hwy. 299 - Weaverville - Ferndale

Filed under: USA Nordwesten 2006 — admin am 19. August 2006 um 02:41

Da es gestern Abend etwas später wurde kommen wir heute auch etwas später aus den Federn. Macht ja nichts, wir haben ja Zeit.

Wir setzen unsere Fahrt auf dem schönen Hwy. 299 fort und erreichen nach kurzer Zeit Weaverville. Ein netter Ort mit vielen historischen Gebäuden an der Main Street. Juliane sieht in einem Schaufenster kleine, aus Metall gebastelte Skulpturen und wir gehen in den Laden rein. Die beiden Mitarbeiterinnen sind sehr nett und fragen uns natürlich auch, wo wir herkommen. Als wir antworten das wir aus Germany sind erzählen uns beide, dass ihre Vorfahren auch aus Deutschland stammen und im 18. Jahrhundert ausgewandert sind. Das passiert eigentlich immer, wenn wir erzählen das wir aus Deutschland sind. Ganz Amerika muss deutschstämmig sein. Juliane ersteht also zwei der Metallskulpturen und die beiden erzählen uns so nebenbei ihre halbe Lebensgeschichte. Dieser Stopp hat sich also auf jeden Fall gelohnt.
Weaverville

Weiter geht es auf dem Hwy. 299 Richtung Küste. Unterwegs warnt ein Schild “Firetraffic Crossing”. Wir sehen zwar keinen Brand, aber es riecht nach Rauch und irgendwann sehen wir einen riesigen Platz mit zig Fahrzeugen und Zelten. Hier übernachten sie also, die Feuerwehrleute, die den Waldbrand bekämpfen oder bekämpft haben.

Gegen Mittag erreichen wir die Küste. Der Hwy. 299 endet hier und wir fahren auf dem uns schon gut bekannten Hwy. 101 weiter nach Süden. Nach ca. 20 Meilen machen wir einen Abstecher zum kleinen Ort Ferndale. Der wurde in einem Reiseführer aufgrund seiner großen Anzahl alter, viktorianischer Häuser empfohlen. Wir werden nicht enttäuscht, der Ort mit den historischen Gebäuden ist sehr nett und den Abstecher auf jeden Fall wert. Auch von innen sind die Läden größtenteils noch historisc, man kommt sich fast wie ein einem Museumsdorf vor. In einem Kaffee stärken wir uns bei Kaffee und Kuchen (Applefritter ist unser absoluter Favorit) und gehen dann zurück zum Auto. Dort klappen wir das Notebook auf und schauen im DeLorme Street Atlas nach, wo der nächste Campingplatz mit Pool ist. Wir werden schnell fündig, nur 5 Meilen entfernt gibt es einen Platz mit allem Komfort.
Ferndale
Ferndale
Ferndale

Kurze Zeit später sind wir dort, es gibt allerdings ein kleines Problem. Der Platz ist an sich ausgebucht. Es gibt aber noch die Möglichkeit, unser Wohnmobil auf einem größeren Rasenplatz abzustellen, allerdings ohne Anschlüsse. Nach kurzem Überlegen entscheiden wir uns für diese Variante. Unseren Wassertank können wir vorher füllen, unseren Abwassertank an der zentralen Dump-Station entleeren und Strom brauchen wir nicht unbedingt. Also parken wir Elmontie auf den Rasen und geniessen für den Rest des Nachmittages Pool, Whirlpool und Sonne. Durch die nahe Küste sind die Temperaturen hier wesentlich erträglicher als gestern im Inland.

17.08.2006: Lassen Volcanic National Park

Filed under: USA Nordwesten 2006 — admin am 19. August 2006 um 02:27

Nach einer ziemlich kalten Nacht mit Temperaturen um den Gefrierpunkt starten wir früh morgens und fahren Richtung Bumpass Hell. Unterwegs halten wir am Lake Helen an. Im glasklaren Wasser spiegeln sich die teilweise noch schneebedeckten Berggipfel und am Ufer türmen sich noch die Eisschollen. Klar, dass hier die Fotoapparate heißlaufen.
Lake Helen im Lassen Volcanic National Park

Nach kurzer Fahrt erreichen wir dann Bumpass Hell. Vom Parkplatz sind es ca. 2,5 km bis zu diesem Thermalgebiet mit heißen Quellen und schwefelhaltigen, übel riechenden Pools in den verschiedensten Farbvariationen. Nach ungefähr einer halben Stunde erreichen wir Bumpass Hell und sowohl der Weg dorthin als auch das Ziel sind lohnenswert. Ein Holzsteg mit Aussichtsplattformen führt durch das Gebiet, es dampft und brodelt überall.
Bumpass Hell
Bumpass Hell

Ulrike und Juliane machen dann den Vorschlag, dass die beiden zurück zum Wagen gehen und Nico und ich von hier aus die Wanderung zum Kings Creek Picknick-Bereich machen. Die beiden wollen uns dann dort mit dem Wagen abholen. Uns gefällt der Vorschlag auch, also machen wir uns auf den 4 km langen Weg zum Kings Creek. Eine sehr schöne Wanderung durch eine Bilderbuch Gebirgslandschaft mit vielen Blumenwiesen. Die Frauen verpassen echt was. Als wir nach etwas über einer Stunde am Kings Creek ankommen, ist von unserem Wohnmobil noch nichts zu sehen, was uns etwas wundert. Wir müssen aber nicht lange warten und dann sehen wir Ulrike. Die Zufahrt zu dieser Picnic-Area war nicht ausgeschildert, deswegen haben die beiden etwas länger gebraucht.
Auf dem Kings Creek Trail im Lassen Volcanic National Park

Nach der anstrengenden Wanderung müssen wir uns erst mal stärken, also suchen wir uns einen schönen Picknick-Tisch und Ulrike macht Toast mit Ei. Frisch gestärkt machen wir uns dann auf den Weg und fahren weiter auf dem Hwy. 89 durch den Lassen Volcanic National Park. Nach einem kurzen Stop an einem weiteren, kleinen Thermalgebiet verlassen wir den Park und damit auch das Gebirge. Nach und nach erreichen wir die Ebene und die Temperaturen steigen rasant an. In Redding zeigt das Thermometer 107 Grad Fahrenheit an, was 42 Grad Celsius entspricht.

Kurz hinter Redding liegt Lake Whiskeytown, ein riesiger Stausee. Dort wollen wir uns für die Nacht einen Campingplatz suchen. Nach einem Besuch in der Visitor Information können wir das aber vergessen. Es gibt am gesamten See nur einen Zeltplatz, aber keinen für Wohnmobile. Schon erstaunlich, dass es in diesem riesigen Erholungsgebiet keinen für Wohnmobile geeigneten Platz gibt.

Also fahren wir noch ein Stückchen weiter auf dem landschaftlich sehr schönen Hwy. 299, bis wir einen Platz finden, der auch für unseren Elmontie angemessen ist. So nennt Nico unser Wohnmobil in Anlehnung an den Vermieter El Monte. In dem kleinen Örtchen Douglas City werden wir fündig. Der Campground liegt sehr schön am Ufer des Trinity River im Wald. Hier sind die Temperaturen jetzt richtig angenehm und so können wir, nachdem wir uns im Fluß etwas erfrischt haben, (der eine mehr, der andere weniger) bis ca. 23:00 Uhr am Lagerfeuer sitzen (was bedeutet, das wir morgen unseren Biervorrat wieder auffüllen müssen).

Weitere Fotos gibt es in der Bildergalerie Lassen Volcanic National Park.

16.08.2006: Mc Arthur Burney State Park - Lassen Volcanic National Park

Filed under: USA Nordwesten 2006 — admin am 19. August 2006 um 02:26

Nach einem kurzen Einkauf im Wal Mart von Klamath Falls verlassen wir heute Oregon und fahren über den Hwy. 97 nach Kalifornien. Die Fahrt zieht sich in die Länge, ist aber landschaftlich sehr schön, da wir fast immer den schneebedeckten Mount Shasta im Blick haben, der die gesamte Region überragt.
Mount Shasta

Gegen Mittag erreichen wir den McArthur Burney Falls Memorial State Park. Wir schauen uns die beeindruckenden Wasserfälle an und fahren dann zum Stausee, der ebenfalls im Park liegt. Wir mieten uns ein kleines Motorboot und Nico schippert uns dann eine Stunde lang über den See. An sich eine gemütliche Fahrt, nur wenn wir die Bugwellen anderer Boote passieren schaukelt unser Kahn bedenklich hin und her.
Bootstour im Mc Arthur Burney Memorial State Park

Danach geht es weiter nach Süden über den Hwy. 89 Richtung Lassen Volcanic National Park, den wir gegen 16:00 Uhr erreichen. Wir fahren gleich zum Manzanita Lake Campground und reservieren uns einen Platz. Von da machen wir noch eine Wanderung um den Manzanita Lake mit einem Abstecher zur Visitor Information und zum Lily Pond, einem kleinen, mit Seerosen bedeckten Teich. Nach 1 1/2 Stunden sind wir am Campground zurück und es wird Zeit den Grill anzuschmeißen. Wir sitzen dann noch bis ca. 21:30 Uhr am Lagerfeuer, dann wird es uns zu kalt. Wir sind hier fast 2000 Meter hoch und nachts kühlt es sich ganz gut ab.
Lassen Peak
Manzanita Lake mit Lassen Peak im Hintergrund

Weitere Fotos gibt es in der Bildergalerie Lassen Volcanic National Park.

15.08.2006: Crater Lake National Park

Filed under: USA Nordwesten 2006 — admin am 16. August 2006 um 02:47

Heute setzen wir unseren Weg zum Crater Lake National Park fort. Unterwegs machen wir noch einen Halt an den Toketee Falls. Der Wandergeg dorthin ist zwar eigentlich gesperrt, weil ein Teil einer Brücke weggeschwemmt wurde, es sind aber trotzdem ein paar Leute unterwegs und so machen wir uns auch auf den Weg. Den Teil mit der fehlenden Brücke kann man dann auch ganz gut umgehen, und die Fälle sind ganz schön. Eine kurze, lohnenswerte Wanderung.

Nach ca. einer weiteren Stunde Fahrt erreichen wir schließlich den Crater Lake National Park. Der erste Aussichtspunkt ist zwar ganz schön, wir haben das Blau des Wassers aber noch schöner in Erinnerung. Muss wohl an der hochstehenden Sonne liegen. Wir fahren dann noch einige Aussichtpunkte ab und gehen am Rim Village etwas am Kraterrand spazieren. Von hier aus sieht der See auch schon viel schöner aus.
Crater Lake
Crater Lake
Eigentlich wollten wir den See einmal komplett umfahren, aber nach den zahlreichen Aussichtspunkten, die wir schon im ersten Teil gesehen haben, beschließen wir, doch schon mal weiter nach Süden in Richtung Kalifornien zu fahren. Dazu muss man anmerken, dass die Straße um den See relativ schmal ist und wir mit unserem 10-Meter Ungetüm immer nah am Abgrund fahren. Das ist nicht immer unbedingt angenehm.

Wir fahren dann noch ca. 1 1/2 Stunden bis nach Klamath Falls, machen noch einen Einkauf und checken dann auf einem KOA Campground ein. Heute muss es mal wieder ein privater Platz sein, da wir ein paar Waschmaschinen in Beschlag nehmen müssen und ich auch mal wieder Reiseberichte abschicken muss.

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