28.10.2005: Albuquerque - Tent Rocks - Santa Fe

Filed under: Texas/New Mexico 2005 — admin am 29. October 2005 um 05:27

Heute  morgen wollen wir als erstes auf den Sandia Peak. Das ist so etwas wie der Hausberg von Albuquerque und der Ausblick von dort soll sehr schön sein. Allerdings versteckt der sich in einer dicken Wolke, und so streichen wir dieses Vorhaben.

Statt dessen fahren wir gleich weiter Richtung Tent Rocks, eine kurze Fahrt nur ca. 40 Meilen von Albuquerque entfernt. Unterwegs leuchtet auf einmal die Meldung “check fuelcap” auf. Wir fahren an der nächsten Ausfahrt raus und kontrollieren die Tankkappe, ist aber alles o.k. Vielleicht könnte ja fuelcap auch eine Abkürzung für fuel capacity sein, aber der Tank ist 3/4 voll. Egal, wir fahren an die nächste Tankstelle und machen den Tank voll. Die Meldung erscheint aber weiterhin. Ulrike ruft dann bei der Hotline von Cruise America an und die meinen, wenn die Tankkappe wirklich geschlossen wäre könnten wir ruhig weiterfahren. Die Meldung begleitet uns also für den Rest des
Tages (des Urlaubes?), was schon etwas störend ist da sie genau dort steht, wo sonst die Meilen angezeigt werden.

Gegen 11:15 erreichen wir die Tent Rocks (Zelt Felsen), oder Kasha-Katuwe Tent Rocks National Monument (Kasha-Katuwe ist der indianische Name). Auf dieses noch recht unbekannte National Monument waren wir durch diverse Internetseiten sowie Fotos und Film von Volker aufmerksam geworden. Hier in New Mexico kennt das kaum jemand. Wenn wir erzählen, wir wollen zu den Tent Rocks, ernten wir meist nur Schulterzucken. Als wir dort ankommen ist aber doch erstaunlich viel los, so ein Geheimtipp ist es also auch nicht mehr. Auch deutsche Stimmen hören wir häufiger dort.

Canyon Trail, Tent Rocks
Es gibt 2 Wanderwege im Park, den etwas schwierigeren Canyon Trail und den etwas leichteren Cave Loop Trail. Wir entscheiden uns mit dem schwierigen anzufangen. Der führt, wie der Name schon sagt, durch einen Canyon der sich teilweise zu einem richtigen Slotcanyon verengt. Schon nach kurzer Zeit steht für uns fest, das dies die bisher beste Wanderung unseres Urlaubes ist. Am Ende müssen noch 200 Höhenmeter überwunden werden, dann ist man oben am Canyonrand und kann auf das Tal hinabschauen.
Kasha-Katuwe Tent Rocks National Monument
Kasha-Katuwe Tent Rocks National Monument

Danach machen wir noch den Cave Loop Trail. Der führt durch das Tal, auf das wir vorhin von oben hinab geschaut haben, und ist nicht ganz so spektakulär aber auch nicht ganz so anstrengend. Am Ende kommt man noch an einer einer Gruppe kleinerer Zelt-Felsen vorbei, die dem Park anscheinend seinen Namen gegeben haben. Insgesamt gehören die Tent Rocks ganz sicher zu den landschaftlichen Highlights dieses Urlaubes.
Kasha-Katuwe Tent Rocks National Monument
Weitere Bilder von den Tent Rocks gibt es hier.

Ca. 2 1/2 Stunden brauchen wir für die Wanderungen. Dann machen wir noch ein kleines Picknick und uns anschließend auf den Weg nach Santa Fe. Auch das ist nur eine kurze Fahrt und gegen 14:30 kommen wir in der Hauptstadt New Mexicos (lt. Reiseführer 60.000 Einwohner) an. Die Parkplatzsuche gestaltet sich allerdings etwas schwierig, schließlich werden wir in einer kleinen, recht zentral gelegenen Nebenstraße an einer Parkuhr fündig. Die füttern wir mit unserem restlichen Kleingeld, bis sie 3 Stunden anzeigt.

Santa Fe ist die erste und einzige Station auf unserer Rundreise, die wir schon einmal, nämlich 1996, besucht haben. Und das aus gutem Grund. Was ich gestern von der Old Town Albuquerque und den schönen Gebäuden dort geschrieben haben, gilt für Sante Fe auch, allerdings nicht nur für einen kleinen historischen Bereich, sondern praktisch für die ganze Stadt. Die für amerikanische Städte so typischen Hochhäuser sucht man hier vergebens. Fast alle Gebäude sind im Pueblostil errichtet, weshalb Santa Fe zu den schönsten Städten der USA zählt.
Santa Fe

Wir gehen zunächst Richtung Plaza und schlendern dann durch die Straßen und Gassen der Altstadt. Hier gibt es unzählige Galerien und Kunsthandwerksläden, aber auch Boutiquen, Restaurants und Cafes. Nicht zu vergessen natürlich die Indianer, die unter den Arkaden des Govenors Palace Ihren Schmuck verkaufen. Gegen Abend fahren wir dann aus Santa Fe raus und suchen uns einen Campingplatz vor den Toren der Stadt.
Santa Fe
Weitere Bilder von Sante Fe gibt es hier.

Auf unserem Weg zum Campingplatz fahren wir an einer alten, wohl schon vor Jahren aufgegebenen Tankstelle vorbei. Dort steht an der Preistafel noch ein Benzinpreis von 1,39 $ pro Gallone (das entspricht ca. 0,37 $ pro Liter), ich habe heute für 2,64 $ pro Gallone getankt, und das war schon günstig.

Gefahrene Meilen: 114 (183 km)
Gesamt Meilen: 2343 ( 3771 km)
Getankt bisher: 282 Gallonen / 1067 Liter
Wetter: teils bewölkt, teils sonnig, 20 - 25 Grad, in Sante Fe etwas kälter, da über 2100 m hoch gelegen.
Campground: Rancheros de Sante Fe

27.10.2005: Silver City - Albuquerque

Filed under: Texas/New Mexico 2005 — admin am 28. October 2005 um 04:33

Heute gibt’s mal wieder American Breakfast: Rührei, Schinken, Toast. Den Bacon (Schinkenstreifen) haben wir uns schon fertig gebraten gekauft, muss nur noch in der Mikrowelle warm gemacht werden. Wir waren ja etwas skeptisch, ob das auch schmeckt, aber es war sehr gut, richtig schön kross wie Bacon sein muss.

Da der KOA-Campground auch Propangas verkauft, lassen wir nach dem Frühstück erst mal unseren Propangas-Tank auffüllen. Der ist nur noch zu ca. 1/3 gefüllt, woran neben dem Kühlschrank und dem Herd auch die Heizung schuld ist, die wir immer öfter abends und morgens brauchen.

Dann starten wir unsere heutige Etapppe Richtung Albuquerque. Die ersten 76 Meilen sind landschaftlich wieder sehr schön. Zunächst schlängelt sich die Landstraße durch hügeliges Farmland und dann durch die Berge des Gila National Forest. Gila National Forest Gila National Forest
 

Einen kurzen Stopp machen wir in Hilsboro. In der Straßenkarte ist der Ort als Ghosttown eingetragen, ein paar Leute leben hier aber noch. Einige alte Gebäude sind gut erhalten oder restauriert und beherbergen mittlerweile Cafes oder kleine Läden.  Hilsboro
 

Nach insgesamt über 2 Stunden Fahrt für die 76 Meilen erreichen wir die Interstate 25 und folgen dieser bis nach Albuquerque. Interstate 25 nach Albuquerque
 

Gegen nachmittag kommen wir in der größten Stadt New Mexicos an (Elbukörkie ausgsprochen, 500.000 Einwohner = 1/3 der Einwohner New Mexicos). Wir folgen der Ausschilderung zur historischen Altstadt und parken unser Auto auf einem öffentlichen Parkplatz. Dann erkunden wir Old Town Albuquerque, schlendern durch die Gassen und über die Plazas und schauen uns die schönen alten Gebäude an. In den meisten dieser im Pueblo-Stil gebauten Gebäude befinden sich heute Galerien oder Kunsthandwerksläden sowie Cafes und Restaurants. Fazit Old Town Albuquerque: Sehr lohnenswert. Old Town Albuquerque Old Town Albuquerque Old Town Albuquerque
 

Gegen Abend fahren wir dann zum KOA-Campground Albuquerque. Der liegt relativ zentral und ist wesentlich netter angelegt als der gestern in Silver City. Nebenbei ist er gleichzeitig Vermietstation des Wohnmobilvermieters Cruise America, bei dem wir ja auch gemietet haben. Wir checken ein und fahren auf den uns zugewiesenen Platz, aber auf dem fehlt was. Genau, wir wollten heute abend grillen und unser Platz hat keine Grillstelle. Also fahren wir zurück zum Office und fragen nach einem Platz mit BBQ. Den bekommen wir dann auch, ist auch viel schöner als der erste. Wir geniessen erst noch etwas die Sonne und dann den Whirlpool, eine der Annehmlichkeiten dieses Campingplatzes. Danach wird die Grillkohle angezündet. Heute Abend gibt es Rippchen mit Maiskolben und Salat. Als wir die Rippchen aus dem Paket nehmen wundern wir uns etwas, das sie schon so dick in Sauce eingelegt sind. Vorgewürzt und mariniert kennt man ja, aber hier ist schon eine dicke Schicht Ketchup-ähnlicher Sauce drauf. Als die Rippchen eine Weile auf dem Grill liegen und unter der Schicht Sauce langsam das Fleisch zum vorschein kommt, sehen wir dann auch des Rätsels Lösung. Die Teile sind schon gegrillt, müssen nur noch in der Mikrowelle warmgemacht werden (wie konnte uns nur so ein Anfängerfehler passieren). Egal, jetzt liegen sie auf dem Grill und da bleiben sie auch. Sind auch schon nach ein paar Minuten fertig und schmecken trotz allem gut, auch die Sauce ist lecker.

Gefahrene Meilen: 249 (401 km)
Gesamt Meilen: 2229 ( 3587 km)
Getankt bisher: 270,5 Galonen / 1.024,0 Liter
Wetter: leicht bewölkt, 20 - 25 Grad
Campground: KOA Albuquerque

26.10.2005: City of Rocks - Gila Cliff Dwellings - Silver City

Filed under: Texas/New Mexico 2005 — admin am 27. October 2005 um 03:58

Wir verlassen zeitig den City of Rocks State Park und fahren zu unserem 1. Tageziel, dem Gila Cliff Dwellings National Monument. Das sind nur etwas über 60 Meilen, müsste recht schnell zu machen sein, dachten wir jedenfalls. Die ersten 20 Meilen sind auch ganz o.k., dann kommt irgendwann ein Schild Gila Cliff Dwellings 40 Meilen (64 km), 2 Stunden Fahrzeit. Wir wundern uns etwas, 2 Stunden für 40 Meilen, soll wohl ein Witz sein. Aber es war kein Witz. Die Strecke wird immer kurviger und gebirgieger. Landschaflich sehr schön, aber man kommt nur langsam voran und die Fahrt ist recht anstrengend.
Gila Wilderness

Gegen  11:30 kommen wir dann endlich am Gila Cliff Dwellings National Monument an. Dabei handelt es sich um Felswohnungen, die im spätern 13. Jh. errichtet und hundert Jahre später wieder verlassen wurden. Ein Rundwanderweg führt zu den hoch über dem Canyonrand liegenden Wohnungen. Sowohl die Wanderung als auch die Besichtigung der Felswohnungen ist lohnenswert. Das erste Mal in diesem Urlaub, das wir durch richtigen Wald wandern und nicht durch Wüstenlandschaft, Kakteen oder flaches Buschwerk. War ich bei unserer Ankunft etwas genervt von der Fahrerei, bin ich jetzt ganz zufrieden, das wir hierhin gefahren sind.
Gila Cliff Dwellings National Monument
Gila Cliff Dwellings National Monument
Gila Cliff Dwellings National Monument

Nach einer guten Stunden verlassen wir dann das National Monument und fahren Richtung Silver City. Das sind 38 Meilen (61 km), also ein Klacks. Aber das hatten wir ja auch schon auf dem Hinweg gedacht. Die Straße nach Silver City ist noch viel schlimmer. Noch kurviger und noch enger, manche Kurven fahre ich nur mit Schrittgeschwindigkeit. So zieht sich auch diese Fahrt mit 1 1/2 Stunden (gefühlte 3 Std.) ziemlich in die Länge.

Gegen 14:30 erreichen wir dann Silver City, einen alten Bergbauort. Wir fahren Richtung historic Old Town, parken unser WoMo und schlendern die alte Main Street entlang. Ist ganz nett hier, muss man aber nicht gesehen haben. In einem kleinen Cafe gönnen wir uns Cappucino mit Kuchen und dann geht’s Richtung Campingplatz.
Silver City

Für heute hatten wir uns schon den KOA Campground etwas außerhalb von Silver City ausgesucht. Wir müssen mal etwas Wäsche waschen, Strom- und Wasseranschluss wären auch mal wieder nicht schlecht und da bietet sich ein KOA Campground einfach an (und nebenbei haben die auch WLAN, hier WiFi genannt). Die Stellplätze sind zwar nicht besonders schön, bieten aber allen Service, den man zwischendurch auch mal braucht. Wir checken also ein, nehmen alle 4 Waschmaschinen in Beschlag und wollen während dessen in den Pool gehen. Da ist aber kein Wasser mehr drin, “closed for the season”! Pech gehabt, na dann setzten wir uns halt so etwas in die Sonne, schreiben Reiseberichte, lesen etwas, lesen und beantworten Emails etc. Da die Plätze hier keine Grillstelle haben wird heute nicht gegrillt sondern im WoMo gekocht.

Gefahrene Meilen: 123 (198 km)
Gesamt Meilen: 1980 (3187 km)
Wetter: kein Wölkchen am Himmel, ca. 25 Grad (wie gestern)
Campground: KOA Silver City

25.10.2005: City of Rocks State Park

Filed under: Texas/New Mexico 2005 — admin am 27. October 2005 um 01:44

Vom Oliver Lee State Park bis zu unserem heutigen Tagesziel, dem City of Rocks State Park, sind es nur etwa 170 Meilen. Nachdem wir erst noch unseren Wassertank aufgefüllt und die Abwassertank entleert haben, fahren wir bei strahlend blauem Himmel los. In Las Cruces machen wir mal wieder einen größeren Einkauf bei Albertsons. Das ist so etwas wie unserer Lieblings-Supermarkt, vor allem aufgrund der guten Auswahl bei Brot- und Backwaren. Deutsches Brot bekommt man hier zwar auch nicht, dafür aber z.B. frische Bagel. Da es für viele Produkte einen speziellen Preis für Inhaber der Albertsons Kundenkarte gibt und unsere Einkaufrechnung ganz ordentlich ist (122,43 $), fragen wir an der Kasse nach der Kundenkarte. Die Kassiererin gibt uns bereitwillig eine Karte und aktiviert die auch gleich, während Ulrike das dafür nötige Formular ausfüllt. Auf dem Kassenbon können wir sehen, das wir dadurch immerhin 11,27 $ gespart haben.

Gegen 14:15 kommen wir dann am City of Rocks State Park an. Seit wir unseren ersten Amerika-Reiseführer gelesen haben (”USA der Westen” von Grundmann, Reise Know how), wollen wir hier hin. In diesem Reiseführer wird der Park als Paradebeispiel für Camping in Amerika beschrieben, und zwar so gut, das man da auch unbedingt mal Campen möchte. Da der Park doch etwas Abseits der üblichen Reiserouten liegt, hatte das bisher nie geklappt, aber dieses Jahr paßte es dann ganz gut in unsere Planung.
City of Rocks

Die Schilderung im Reiseführer war auf jeden Fall nicht übertrieben. Der Campingplatz in dieser bizarren Felsenlandschaft ist wohl einmalig. Die einzelnen Plätze sind liebevoll zwischen den Felsen angelegt ohne die Landschaft zu verschandeln. Da man sich seinen Platz selbst suchen kann, fahren wir erst mal los um uns die verschiedenen Plätze anzuschauen. Es hat dauert dann allerdings eine ganze Weile, bis wir uns für einen entscheiden können. Am Ende muss der Kompaß zu rate gezogen werden, um zu sehen wo die Sonne untergeht. Wir wählen dann den Platz, wo wir noch am längsten Sonne haben. Ist zu dieser Jahreszeit nicht ganz unwichtig.
City of Rocks

Dann gibt es erst mal einen Kaffee und den bei Albertsons gekauften Kuchen (sehr lecker). Anschließend lassen wir uns noch ein wenig die Sonne auf den Pelz scheinen, bevor wir die Felsenstadt zu Fuß erkunden. Das erweist sich als gar nicht so einfach, da die Orientierung in diesem Felsenlabyrinth nicht ganz einfach ist und der angelegte Wanderweg auf den glatten Felsen nicht mehr wiederzufinden ist. Macht trotzdem Spaß einfach zwischen den Felsen, die die skurilsten Formen haben, umherzulaufen und zu kraxeln. Nach einer guten Stunden kommen wir zu unserem Campingplatz zurück und relaxen den Rest des Nachmittages.
City of Rocks
City of Rocks

Abends wird dann ein Steak aufs Lagerfeuer gelegt (ist so, groß da wir uns eins teilen). Dazu gibt es Bagels mit Knoblauch-Frischkäse und Weizenbier aus Portland/Oregon. Besser kann Campingurlaub nicht sein!
City of Rocks

Gefahrene Meilen: 171 ( 275 km)
Spritverbrauch: Hat sich mittlerweile bei ca. 25 L eingependelt
Wetter: kein Wölkchen am Himmel, ca. 25 Grad
Campground: City of Rocks State Park

24.10.2005: Carlsbad Caverns - White Sands

Filed under: Texas/New Mexico 2005 — admin am 27. October 2005 um 01:43

Die ersten 2 Stunden Fahrt heute morgen sind recht eintönig, flaches Weideland soweit man schaut, schnurgerade einsame Highways. Aber gerade das macht ja auch einen USA-Urlaub aus. Das Wetter hat sich mittlerweile auch gebessert. War es beim Aufstehen noch durchgängig bewölkt, erfreuen wir uns mittlerweile an einem strahlend blauen Himmel. Das mit der Eintönigkeit der Landschaft ändert sich, als wir uns den
Sacramtento Mountains nähern. Erst wird es leicht hügelig, dann geht es richtig ins Hochgebirge. Gegen Mittag erreichen wir den Ort Cloudcroft, immerhin auf über 3000 m Höhe gelegen. Das merken wir auch gleich, als wir aussteigen. Trotz strahlendem Sonnenschein ist es nur geschätzte 15 Grad warm. Der Ort ist total urig, mit schöner alter Main Street. Auch die Leute, die hier rumlaufen, sind z.T. recht urig. Lange Haare, lange Bärte, Klamotten im Army Look, alles echte Naturburschen. Die sind sicher nur kurz zum Mittagessen hier, danach geht’s wieder Jagen oder Fischen.
Cloudcroft Main Street

Wir stärken uns auch etwas und dann geht es weiter Richtung White Sands National Monument, unserem heutigen Tagesziel. Hierbei handelt es sich um die größte Gipswüste der Erde. (Gips wird aus den Bergen durch Regen ausgewaschen, landet im 25 km entfernten Lake Lucero und starke Winde tragen es von dort zum White Sands National Monument). Nur ein Teil dieser weißen Dünen ist jedoch unter Naturschutz gestellt, der weitaus größere Teil nördlich des National Monuments gehört zur White Sands Missile Range, wird also militärisch genutzt. Ganz im Norden dieser Missile Range wurde am 16. Juli 1945 die erste Atombome gezündet.

Gegen  14:00 erreichen wir dann auch White Sands. Ist wirklich eine einmalige Landschaft, fast schon irreal. Wir fahren die Straße durch den Park, machen die ein oder andere Wanderung und natürlich sehr viele Fotos. Sieht z.T. aus wie in einer Schneelandschaft, ist aber tatsächlich Gips. Im Park sind übrigens viele Deutsche unterwegs. Das sind zum einen natürlich Touristen wie wir, zum anderen aber auch Deutsche, die hier vorübergehend leben. In der Holloman Air Force Base 12 Meilen westlich von hier in Alamogordo werden nämlich deutsche Luftwaffen-Piloten ausgebildet.
Im White Sands National Monument
White Sands National Monument

Leider gibt es im National Monument keinen Campground, daher fahren wir gegen 16:30 wieder aus dem Park raus. Die Mitarbeiterin im Visitor Center hat uns zum Campen den Oliver Lee Memorial State Park 12 Meilen südlich von Alamogordo empfohlen. Ca. 20 Minuten später sind wir auch dort, und die Empehlung war sehr gut. Der State Park liegt am Fuße der Sacramento Mountains und auf unserem Stellplatz haben wir die Berge im Rücken und vor uns die weite Ebene von Alamogordo und White Sands. Eine fantastische Aussicht und in unseren Campingstühlen geniessen wir den Sonnenuntergang.
Oliver Lee State Park
Oliver Lee State Park

Wo wir vorhin schon das Thema Deutsche hatten: Was uns in diesem Urlaub besonders auffällt, ist das es anscheinend keinen Amerikaner gibt, der nicht irgend eine Beziehung zu Deutschland hat. Immer wenn wir gefragt werden “where are you from” und wir wahrheitsgemäß mit Germany antworten, dann hat der Fragende entweder deutsche Vorfahren oder war selbst eine Zeitlang in Deutschland bei der Army stationiert. Stuttgart, Heidelberg und Kaiserslautern sind dabei die beliebtesten Orte. Wahrscheinlich liegt es aber auch daran, das uns sowieso nur die Fragen, die uns aufgrund unserer seltsamen Aussprache als Deutsche erkennen.

Gefahrene Meilen: 223 ( 359 km)

Wetter: sonnig, ca. 25 Grad, und lt. Wettervorhersage soll es die nächsten Tage so bleiben
Campground: Oliver Lee Memorial State Park bei Alamogordo

23.10.2005: Balmorhea - Guadalupe Mountains - Carlsbad Caverns

Filed under: Texas/New Mexico 2005 — admin am 24. October 2005 um 16:57

Morgens als wir aufstehen sieht der Himmel bis auf ein paar kleinere Wolken noch ganz gut aus. Nach dem Frühstück gehe ich erst mal zu Ranger Station, da dort der drahtlose Internet-Zugang installiert ist. Der funktioniert aber nicht und der Ranger gibt sich zwar alle Mühe, hat aber von der Materie keine Ahnung. Ist halt mehr der Naturbursche! (Das Absenden der Berichte wird dann im nächst größeren Ort Van Horn über das WLAN des Days Inn Motel nachgeholt). 
Sonnenaufgang am Balmorhea State Park

Also fahren wir erst mal los Richtung Guadalupe Mountains, eine landschaftlich wieder mal sehr schöne Strecke. Zunächst wechseln sich Wolken und blauer Himmel ab, aber nach und nach setzen sich die Wolken durch. Zum ersten Mal im Urlaub haben wir richtig schlechtes Wetter, es ist kalt und sehr windig. Unser Vorhaben, im Guadalupe Mountain National Park etwas zu wandern, vergessen wir deshalb ganz schnell.
Guadalupe Mountain
Fahrt Richtung Guadalupe Mountains

Statt dessen fahren wir gleich weiter Richtung Carlsbad Caverns Nationalpark, mit 75 Höhlen und einer Ausdehnung von über 65 km eines der größten Höhlensysteme der USA. Höhlenbesichtigung ist doch genau das richtige bei dem Wetter und gegen 14:00 Uhr kommen wir dort an. Zwischendurch haben wir die Grenze nach New Mexico überschritten und dabei eine Stunde gewonnen (d.h. Uhr zurückstellen). Ulrike hat eigentlich nicht vor, die Höhlenbesichtigung mitzumachen. Wegen Ihrer Platzangst hat sie zum einen Angst vor der Fahrstuhlfahrt und zum anderen natürlich vor der Höhle an sich. Wir fragen also in der Visitor Information eine Rangerin nach Ihrer Meinung und sie
meint, die Besichtigung wäre auch mit Platzangst machbar. Der Fahrstuhl braucht nur 1 Minute und die Höhle ist so groß, das man dort keine Platzangst bekommt. Die Argumente überzeugen und Ulrike entschließt sich, mit in die Höhle zu fahren. Als wir unten ankommen weiß sie sofort, das sie sich tierisch geärgert hätte, wäre sie nicht mitgekommen. Die Höhle ist wirklich riesig groß, atemberaubend schön und in Worten nicht zu beschreiben, auch Fotos können das nicht richtig wiedergeben.
Carlsbad Caverns National Park
Carlsbad Caverns National Park
Carlsbad Caverns National Park
Carlsbad Caverns National Park

Nach einer guten Stunden fahren wir wieder mit dem Fahrstuhl nach oben. Die Besichtigung der Big Room genannten Haupthöhle würde ich zu den beeindruckensten Erlebnissen unserer bisherigen USA-Reisen zählen, und das will schon was heißen!

Der Carlsbad Caverns National Park hat neben den Höhlen noch eine zweite große Sehenswürdigkeit. Die Höhlen sind nämlich Heimat von ca. 250.000 Fledermäusen, und wenn der Abend anbricht verlassen die ihre Hölen und gehen auf Insektenjagt. Dieses Spektakel läßt sich am Eingang der Höhle besichtigen, und so finden wir uns um 17:15 dort ein. Dann startet das Rangerprogramm und eine nette Rangerin erzählt allerhand wissenswertes über die Fledermäuse. Da niemand vorhersagen kann, wann sie aus ihrer Höhle kommen, muss sie die Zeit bis dahin überbrücken, und das macht sie gut. Es ist mittlerweile Saukalt und wir frieren wie verrückt. Gegen 18:20 kommen sie dann und fliegen in Scharen aus dem Höhleneingang raus. Ein beeindruckendes Schauspiel, aber wir warten nicht bis alle 250.000 draußen sind sondern machen uns nach ca. 10
Minuten, völlig durchgefroren, auf den Rückweg.
Bat Show mit Rangerin im Carlsbad Caverns National Park

Da es im National Park leider keinen Campingsplatz gibt, fahren wir bis zum nächsten Ort Whitescity kurz vor den Toren des Parks und checken dort auf dem Campground ein. Der gehört zum Best Western Hotel, der Campground verdient den Namen Best Western allerdings nicht und 20,- $ sind für diesen Platz eine Unverschämtheit.

Jetzt zeigt sich übrigens der Nachteil der späten Reisezeit. Gegen 18:30 ist es stockduster und die Tage sind dadurch doch einiges kürzer als zur Sommerzeit.

Gefahrene Meilen: 184 (296 km)
Wetter: bewölkt, teilweise Nieselregen, Termperaturen zwischen 7 und 16 Grad!
Campground: Campground ohne Namen am Best Western Hotel, ich würde ihm den Namen Bad Western geben!

22.10.2005: Marfa - Ft. Davis - Davis Mountains - Balmorhea State Park

Filed under: Texas/New Mexico 2005 — admin am 23. October 2005 um 18:47

Heute morgen wollen wir in Marfa Frühstücken gehen, sozusagen als kleines Trostpflaster für den verpazten Abend gestern. Marfa ist zwar im Ortskern ganz nett, ein Cafe oder Restaurant zum Frühstücken finden wir aber nicht. Also fahren wir weiter nach Fort Davis. Sind nur 21 Meilen und kurze Zeit später sind wir auch schon dort. Ist ein sehr netter Ort mit schöner Main Street und hier werden wir auch fündig, was unser Breakfast angeht. Es gibt ein ordentliches amerikanisches Frühstück mit Rührei und Speck, schmeckt sehr gut.
Fort Davis

Fort Davis hat hat seinem Namen von dem alten, 1891 aufgegebenen Fort vor den Toren der Stadt. Das besichtigen wir dann auch anschließend. Ein Großteil der alten Gebäude wurde sehr schön restauriert, allerdings sieht das Fort nicht so aus, wie sich unsereiner so ein Fort typischerweise vorstellt. Liegt vielleicht daran, das die Gebäude alle aus Stein sind und nicht aus Holz und durch die Restaurierung zumindest aus der Ferne fast wie neu aussehen. Allerdings ist die Lage vor den Felswänden der Davis Mountains sehr schön.Fort Davis

Nach der Fortbesichtigung machen wir uns auf in die Davis Mountains. Zunächst fahren wir in den Davis Mountain State Park und geniessen den Blick, den man vor hier auf die z.T. über 2000 m hohen Berge hat. Danach fahren wir zum Mc Donald Observatorium. Dieses Riesenteleskop liegt auf dem 2100 m hohen Mount Locke und auch von hier hat man einen sehr schönen Rundumblick auf die Davis Mountains.  Auf eine geführte Tour verzichten wir, da uns das 2 1/2 Stunden Zeit und 8 $  kosten würde, und so groß ist unser Interesse nun auch nicht. Eines der Teleskope kann man auch so von innen besichtigen, und ein Film erläutert den technischen Hintergrund.
Davis Mountains

Wir fahren dann wieder zurück nach Fort Davis und gönnen uns Cafe und Kuchen in dem Restaurant, wo wir heute morgen gefrühstückt haben. Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg nach Balmorhea. Dort gibt es einen State Park mit einem riesigen Badepool, der aus einer natürlichen Quelle gespeist wird und immer 20 - 23 Grad C. hat. Als wir dort ankommen und uns die Anlage anschauen, ist uns gleich klar, das dies unser Platz für die nächste Nacht wird. Der Campground ist sehr schön angelegt und hat sogar Feuerstellen. Wir können also heute abend das erste Lagerfeuer unseres Urlaubs machen. Außerdem gibt es hier drahtlosen Internetzugang, was will man mehr. Als erstes geht es aber natürlich in den Pool. Der ist  wirklich sehr groß und das Wasser zum Schwimmen angenehm warm. Danach geniessen wir noch die Sonne auf dem Campground, grillen etwas und lassen den Abend dann am Lagerfeuer ausklingen.

Gefahrene Meilen: 97 (156 km)
Wetter: sonnig aber mit kleinen Wölkchen am Himmel, angenehme Termperaturen zwischen 20 Grad in den Bergen und 30 Grad im Flachland
Campground: Balmorhea State Park

21.10.2005: Big Bend National Park - Marfa

Filed under: Texas/New Mexico 2005 — admin am 23. October 2005 um 18:47

Morgens verlassen  wir Rio Grande Village und fahren Richtung Santa Elena Canyon, eine der größten Attraktionen des Big Bend National Parks, die in jedem Reiseführer empfohlen wird. Auf dem Weg dortin machen wir aber erst mal halt am Tuff Canyon. Wir wandern erst in den Canyon, der z.T. mit Lavagestein bedeckt ist, hinein und gehen dann noch am Canyonrand die Aussichtspunkte ab. Eine lohnenswerte, ca. 1-stündige Wanderung.Tufa Canyon im Big Bend National Park

Dann fahren wir weiter zum Ende der Straße und dem Beginn des Santa Elena Canyon Trail. Gleich zu Beginn muss man den Terlingua Creek passieren, der an dieser Stelle in den Rio Grande fließt. Teva-Sandalen, die wir zu diesem Zweck extra mitgenommen haben, brauchen wir aber nicht. Im Fußbett ist so wenig Wasser, dass wir eine Stelle finden, wo wir über die Flußsteine balancieren können. Am anderen Flußufer angekommen, müssen wir uns erst mal durch das Dickicht aus Schilf und anderem Gestrüpp kämpfen, bis wir auf den richtigen Wanderweg kommen. Der führt dann am Ufer des Rio Grande entlang in den Santa Elena Canyon. Sehr beeindruckend, wie die Felswände hier bis zu 500 Metern in die Höhe ragen. Der Weg ist allerdings nicht ganz einfach, da er an vielen Stellen ganz schön zugewuchert ist und man sich nur gebückt fortbewegen kann. Man kommt sich teilweise vor wie im Dschungel.
Santa Elena Canyon im Big Bend National Park

Nach einger  guten Stunde sind wir zurück am Wagen und beschließen, da es erst 15:30 Uhr ist, schon mal aus dem Big Bend National Park herauszufahren und uns in einem Ort außerhalb des Parks einen Campground zu suchen. Der erste Ort ist Terlingua. Aber weder der Ort noch der Campingplatz sind sonderlich attraktiv, also fahren wir weiter. 17 Meilen weiter erreichen wir Lajitas, ein sehr schöner Ort. Es gibt ein Hotel mit kleiner Einkaufszeile im Stil einer kleinen Westernstadt. Hier würden wir gerne bleiben, aber es gibt keinen Campground. Wir finden aber an einer Infotafel einen Hinweis, das an der Straße nach Presideo 2 Campgrounds liegen sollen.
Lajitas

Der Highway 170 zwischen Lajitas und Presideo ist landschaftlich traumhaft schön und wird nicht umsonst in jedem Reiseführer empfohlen. Leider haben wir während der Fahrt das Handicap, das wir genau gegen die mittlerweile tiefstehende Sonne fahren und teilweise sehr geblendet werden, was das Fahren nicht immer einfach macht. Außerdem gibt es die auf der Karte eingezeichneten Campgrounds in der Realität nicht. Trotzdem geniessen wir die Fahrt und nach den landschaftlich bisher schönsten 50 Meilen erreichen wir Presideo. Dem Ort gebührt auch ein Superlativ auf dem bisherigen Reiseverlauf, er ist der häßlichste. Also wird schnell klar, dass wir auch hier nicht bleiben und wir fahren weiter. Zum nächsten Ort Marfa sind es ja nur noch 59 Meilen. Es ist mittlerweile auch schon stockduster und gegen 20:30 erreichen wir Marfa. Dort gibt es einen Campground, aber im Dunkeln finden wir den einfach nicht. Wir sind schon soweit, das wir uns ein Motelzimmer nehmen wollen. Aber das Motel ist ausgebucht. Wir schildern dem netten Mann am Empfang, dass wir eigentlich ja auch einen Campingplatz suchen, und er beschreibt uns den Weg nochmal genau. Er ruft sogar dort an und fragt, ob sie noch Platz für uns haben. Gegen 21:00 Uhr finden wir dann endlich den Campingplatz. Der ist zwar ausgesprochen häßlich, spielt jetzt aber auch keine Rolle mehr. Wie gesagt, es ist ja schon stockdunkel! 

Gefahrene Meilen: 246 (396 km)
Wetter: wie gestern, aber in Marfa ist es schon etwas kühler
Campground: Apache Pine in Marfa

20.10.2005: Big Bend National Park

Filed under: Texas/New Mexico 2005 — admin am 23. October 2005 um 18:46

Da direkt an unserem Campground der Window Trail beginnt, machen  wir uns nach dem Frühstück gleich auf den Weg. Der Trail ist hin und zurück 7  km lang und führt uns zu einer Öffnung in der Gebirgskette der Chisos Mountains, die einen sehr schönen Panoramablick auf die Landschaft des Big Bend National Park bietet. Gleich zu Beginn des Wanderweges warnt ein Schild vor Berglöwen, die in diesem Gebiet aufhalten und aggressiv sind. Man soll die frühen Morgenstunden meinden. Na ja, es ist ja jetzt 9:15 und das ist ja nicht mehr früh am morgen. Nach ca. 2 1/2 Stunden ohnenswerter Wanderung sind wir wieder am Campground zurück, müssen aber erst mal unsere durchgeschwitzten Shirts wechseln (nein, war kein Angstschweiß, ein Berglöwe ist uns nicht begegnet).
Window Trail in den Chisos Mountains

The Window Warnung vor Berglöwen

Nach der Wanderung verlassen wir die Chisos Mountains und fahren zum Rio Grande Village. Das ist der Teil des Big Bend National Park, der direkt am Rio Grande liegt. Wir reservieren uns auf dem großen Campground einen Platz für die Nacht und machen erst mal ein kleines Picknick. Der Platz ist überraschend grün mit viel Bäumen und Rasen, der Rio Grande macht’s wohl möglich. Hier unten, direkt am Grenzfluß, ist es übrigens wesentlich heißer als in den höher gelegenen Chisos Mountains.

Trotz der Hitze raffen wir uns noch mal auf und fahren zum Boquillas Canyon, eine Schlucht des  Rio Grande. Vom Parkplatz am Ende der Straße dauert die Wanderung 1 Stunde hin und zurück und ist nicht sonderlich spektakulär. Unterwegs kommen wir an einer Art Verkaufsstand von Mexikanern vorbei. Bunt bemalte Steine, Wanderstöcke und andere Souveniers werden hier angeboten. Nur ein Verkäufer ist nicht zu sehen. Plötzlich tönt es vom anderen (mexikanischen) Ufer des Rio Grande rüber “You want to buy a souvenier”. Auch eine Art kleiner Grenzverkehr, und mit Sicherheit nicht legal. Und dann sind da noch die 2 Parkranger, die mittels 4 Packeseln Schilfpflanzen zum Ufer des Rio Grande schaffen, die dort gepflanzt werden (warum auch immer).
Bosquillas Canyon
Parkranger bei der Arbeit

Nach der Wanderung können wir unsere Shirts heute zum zweiten Mal wechseln, sind wieder komplett durchgeschwitzt. Wir gehen dann erst mal duschen und kaufen uns im kleinen Village-Shop Kaffee und Kuchen. Den lassen wir uns auf dem Campground schmecken,  und für den Rest des Tages ist relaxen angesagt. Wie bestellt kommt dannn auf dem Gebüsch ein Rudel Javelinas und grast erst mal in aller Ruhe den Campingplatz ab. Das sind Wildschweine und die lassen sich durch die Camper überhaupt nicht aus der Ruhe bringen, die Anwesenheit von Menschen stört die überhaupt nicht.
Javelinas auf dem Campground

Abends entdeckt Ulrike dann noch einen schönen Wanderweg direkt am Campingplatz und wir machen noch eine schöne Kurzwanderung zum Sonnenuntergang.
Sonnenuntergang am Rio Grande

Gefahrene Meilen: 46 (74 km)
Wetter: Sonne pur, 94 Grand Fahrenheit lt. Thermometer im Shop (35 Grad Celsius)
Campground: Rio Grande Village Campground im Big Bend National Park

19.10.2005: Fahrt San Antonio - Big Bend National

Filed under: Texas/New Mexico 2005 — admin am 23. October 2005 um 18:45

Als wir heute morgen aufwachen, sind wir von entenähnlichen Vögeln umzingelt. Die sind  überhaupt nicht scheu, wahrscheinlich weil sie an diesem Platz schon mal gefüttert worden sind.
Vogelvieh am dem Campground in San Antonio

Ansonsten ist heute ein reiner Fahrtag, von San Antonio bis zum Big Bend National Park sind es einige Meilen.
Besonderheiten unterwegs: Lake Amistad, schöner Stausee kurz hinter Del Rio. Kurze Zeit später werden wir an einer Straßensperre von der Border Patrol (Grenzpolizei) kontrolliert und müssen unsere Pässe vorzeigen. Da hier Grenzgebiet zu Mexico ist kommt das schon mal häufiger vor.
Lake Amistad

Die Fahrt zieht sich ganz schön in die Länge und hat auch recht öde Abschnitte, aber als wir dann in den Big Bend National Park hinein fahren sehen wir gleich, das sich die Mühe gelohnt hat.
Big Bend National Park

Noch ein paar technische Details: Unser WoMo gibt sich mit 27 Liter pro Hundert km zufrieden, ist doch bescheiden, oder? Der Spritpreis: 0,68 $ pro Liter heute morgen in San Antonio waren das günstigste bis jetzt (ich habe den Umrechnungskurs jetzt nicht im Kopf, aber das müßte so grob bei 0,54 EUR liegen). Das hört sich für unsereins günstig an, ist aber für amerikanische Verhältnisse schon sehr teuer im Vergleich zu früheren Jahren. Wenn man dann wie wir heute morgens 98 Liter und nachmittags120 Liter tankt (125 L passen in den Tank), dann belastet das die Urlaubskasse ganz schön.
Die Tankrechnung von heute nachmittag mit 91,42 $ war dann auch die höchste, die wir je auf unseren Amerika-Reisen gezahlt. haben. Das lag aber nur zum Teil am Sprit-Preis, zum anderen Teil daran, das wir den Tank fast leergefahren haben, was schon etwas leichtsinnig war.

Gefahrene Meilen: 412 (663 km)
Wetter: kein Wölkchen am Himmel, draußen sehr heiß, im Auto ganz angenehm temperiert.
Campground: Chisos Basin Campground im Big Bend National Park, der landschaftlich schönste bis jetzt!
chisos Campground im Big Bend National Park

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