25.02.2008: Wien 3. Tag

Filed under: Wien 2008 — admin am 8. March 2008 um 19:02

Das Wetter ist wieder herrlich, strahlend blauer Himmel und Sonnenschein.

Nach dem Frühstück müssen wir erst mal bei der Appartmentvermietung vorbei und unsere Rechnung bezahlen (Samstags und Sonntags ist das Büro nicht besetzt). Das Büro ist bei uns mit im Haus, ist also kein Problem.

Wir beschließen, das gute Wetter auszunutzen um zum Prater zu fahren. Zu einem Wienbesuch gehört natürlich unbedingt eine Fahrt mit dem berühmten Riesenrad. Also fahren wir mit der U-Bahn bis zur Station Praterstern. Die scheint nagelneu zu sein, drumherum wird auch noch viel gebaut, zum EM 2008 gibt’s eine neue U-Bahn-Linie zum Praterstadion. Am Riesenrad ist heute morgen nichts los und so kommen wir recht schnell zu unserer Fahrt. Die Waggons sind uralt, die Fahrt recht unspektalkulär aber die Aussicht über Wien an diesem schönen Morgen natürlich sehr schön. Ulrike wird allerdings etwas mulmig, obwohl sie sonst keine Höhenangst hat. Vielleicht hat sie sich von der italienischen Touristin anstecken lassen, die wie ein Häufchen Elend auf der Bank in der Mitte des Waggons sitzt und nur auf die Bank starrt.

Vom Prater fahren wir mit der Straßenbahn zum Hundertwasser-Haus. Sehr sehenswert, das von Friedensreich Hundertwasser entworfenen Mietshaus, hier möchte man gerne wohnen. Wir gönnen uns einen Kaffee auf der Terasse des Cafes. Ist zwar relativ windig, aber in der Sonne gut auszuhalten. Endlich können wir mal draußen sitzen. Anschließend gehen wir noch ins Hundertwasser Village, ein Gebäude mit Restaurants, ein paar Läden und nicht zu vergessen außergewöhnlichen Toiletten, alles im Hundertwasser-Stil gehalten.
Hundertwasser Haus
Toiletten im Hundertwasser Village
Toiletten im Hundertwasser Village

Wir fahren dann zum Stadtpark und setzen uns auf eine Bank in die Sonne und geniessen das schöne warme Wetter. Es ist so schön das ich auf der Bank fast einschlafe. Bevor ich aber in Tiefschlaf falle, beschließen wir, eine Stadtrundfahrt zu machen. Es gibt eine Straßenbahn-Linie, die einmal komplett um den Stadtkern führt. In die steigen wir ein und fahren einfach ein bißchen durch die Gegend. Unterwegs sehen wir ein interessantes Gebäude und fragen uns, was das wohl ist. Eine nette Wienerin hinter uns klärt uns auf, dass es sich um die Börse handelt, erzählt uns auch gleich von welchem Architekt das Gäude ist und welche Gebäude der Architekt noch gestaltet hat. Kurze Zeit später macht uns die nette Frau auf eine schöne Kirche aufmerksam und wir entschließen und spontan, an der nächsten Haltestelle auszusteigen und uns die Kirche näher anzusehen. Leider wird diese z. Zt. saniert und ist teilweise eingerüstet, außerdem haben wir Pech und die Kirche ist Montags auch noch geschlossen.

Von der Kirche ist es nur ein kurzer Spaziergang zum Rathaus. Auch ein sehr imposantes Gebäude, vor dem ein paar Eislaufflächen und Stände aufgebaut sind. Das ganze nett sich Eistraum 2008 und paßt irgendwie gar nicht zu den fast schon sommerlichen Temperaturen, die hier z. Zt. herrschen. In diesem Bereich jagd ein Highlight das nächste. Gleich gegenüber vom Rathaus ist das Burgtheater, ein paar hundert Meter weiter die Straße runter befindet sich das Parlament und gegenüber vom Parlament gibt es wieder einen Park, den Volksgarten. Da machen wir dann erst mal wieder eine Pause in der Sonne.
Eistraum vor dem Rathaus
Burgtheater
Parlament

Nach beendeter Pause gehen wir vom Volkspark zur Nationalbibliothek, vielleicht eines der schönsten Gebäude in Wien. Sehr beeindruckend, auf dem riesigen Vorplatz steht ein großes, imposantes Reiterdenkmal. Auf eine Innenbesichtigung verzichten wir zunächst, das Wetter ist einfach zu schön um irgend etwas (außer die berühmten Wiener Cafes natürlich) von innen zu besichtigen.
Nationalbibliothek

Von da gehts weiter Richtung Stephansdom/Zentrum. Wir haben mittlerweile etwas Hunger und beschließen, nach einem schönen Cafe Ausschau zu halten um die berühmte Wiener Kaffeehaus-Atomosphäre zu geniessen. Wir finden auch ein ganz nettes Cafe, aber statt dieser netten Atmosphäre schlägt uns ziemlich ekeliger Nikotingeruch entgegen. So ergeht es uns übrigens in vielen Cafes und Restaurants in Wien. Entweder wir sind vom Rauchverbot zu Hause schon verwöhnt, oder die Wiener gehen hauptsächlich ins Cafe/Restaurant um zu rauchen. Wie auch immer, wir finden dann schließlich ein etwas moderneres Cafe, was nicht ganz so verräuchert ist.

Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg Richtung Fußgängerzone, um mal zu sehen, was die Wiener Geschäfte so zu bieten haben. Wir flanieren über die wirklich hübsche Einkaufsmeile von Wien, ohne allerdings etwas zu kaufen. Unterwegs machen wir noch einen Abstecher in die St. Peter Kirche. Von außen hatten wir Sie schon am Sonntag bewundert, von innen ging es da nicht, war gerade Messe. Anschließend wollen wir uns noch den Stephansdom von innen anschauen. Auch das war am Sonntag wegen einer Messe nicht möglich. Das Hauptschiff der Kirche ist allerdings durch ein großes Eisengitter abgesperrt und nur auf Führungen zu Besichtigen. Nur der hintere Bereich ist frei zugänglich. Außerdem ist die Kirche total dunkel, nur Notbeleuchtung an. So was liebe ich ja, wenn ich für die Besichtigung einer Kirche Geld bezahlen soll.
Spiegelung in der Fußgängerzone

Es geht mittlerweile auf den Abend zu uns wir machen uns auf den Heimweg. Wir wollen in dem Restaurant in der Nähe unseres Appartments essen, in dem gestern kurioserweise die Küche schon um 18:00 Uhr geschlossen hatte. Heute haben wir mehr Glück und die Küche hat normale Öffnungszeiten. Ich bestelle ein Fleischspieß und Ulrike bestellt Rinderfiletspitzen. Das Weizenbier, was ich bestellt habe, ist das letzte was sie haben und die Kroketten, die eigentlich zu Ulrikes Rinderfilet gehören, sind auch ausgegangen. Aber ansonsten ist das Essen ganz gut und günstig.

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