24.06.2007: Fahrt Geiranger - Solvorn

Filed under: Allgemein, Norwegen 2007 — admin am 25. June 2007 um 09:03

Das Wetter ist heute morgen noch schlechter als gestern. Die Wolken hängen noch tiefer und es regnet.

Wir verlassen Geiranger über den Geirangervegen. Wieder so eine Serpentinenstraße mit 29 Kurven, die einen von 0 auf über 1000 m bringt. So richtig Spaß macht die Fahrt allerdings nicht, da wir ab ca. 600 m nicht mehr unter sondern in den Wolken fahren.

In dem Örtchen Oppstryn sehen wir das Jostedalsbreen Nationalparkcenter. Wir halten an und gehen erwartungsvoll rein. Es gibt eine Ausstellung über Flora und Fauna des Nationalparks, die kostet aber ca. 10,- EUR Eintritt. Ansonsten kann man in dem Andenkenladen den typischen Touristenkitsch kaufen. Wir hatten eigentlich erwartet, hier Informationen über den Nationalpark zu bekommen und sind auch nicht bereit, hier 10,- EUR Eintritt zu bezahlen.

Also geht es weiter bei unverändert schlechtem Wetter. In Olden gibt es ein kleines Center für Lagerverkauf. Wir schlendern etwas durch die Geschäfte, genau das richtige bei dem Wetter, und werden auch fündig. Ulrike findet eine Jeans und ich eine Trekkinghose, sogar in Norwegen kann man günstig einkaufen.

Danach wollen wir zum Brikdalsbreen-Gletscher fahren. Es fängt aber so stark an zu regnen, dass wir uns diesen Abstecher schenken und weiter nach Süden fahren. Unterwegs sehen wir noch den Boyabreen und den Suphellebreen, zwei weitere Ausläufer des riesigen Jostedalsbreen Gletschers.

Gegen 18:00 Uhr kommen wir dann in Solvorn an und fahren zum Walaker Hotel. Nach einem total verregneten Tag muss man sich mal was gönnen und wir fragen in dem bereits 1690 erbauten Hotel nach, ob noch Zimmer frei sind. Große Hoffnung haben wir allerdings nicht, da das Walaker eines der bekanntesten Hotels ist. Es gibt aber tatsächlich noch freie Zimmer und wir bekommen 3 Schlüssel und können uns 3 Zimmer anschauen. Das erste Zimmer befindet sich im alten Haupthaus und ist unbeschreiblich. Alles stilvoll eingerichtet, uralte Möbel, wohnen wie im Museum. Dazu noch ein sehr schöner Blick auf den Lustrafjord. Allerdings riecht es etwas nach Farbe, wurde wohl frisch renoviert.

Das zweite Zimmer liegt im ebenfalls alten Nebengebäude, ist ganz anders eingerichtet als das erste, aber auch mit alten Möbeln und ebenso schön. Nur der Blick ist nicht ganz so toll. Das dritte Zimmer liegt im Neubau, ist modern aber auch geschmackvoll eingerichtet, hat draußen eine Sitzecke (wenn es denn mal aufhört zu regnen) und ebenfalls Fjordblick. Eine schwere Entscheidung. Wir würden eigentlich das erste Zimmer nehmen, aber aufgrund des Farbgeruchs entscheiden wir uns für das Zimmer im Neubau. Das liegt außerdem im Erdgeschoß und wir müssen unser Gepäck nicht die Treppe hochschleppen, und zudem ist es das günstigste. Wir reservieren das Zimmer und auch gleich einen Tisch für das Dinner. Über den Preis hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens.

Nach dem 4-Gänge Menü geniessen wir noch einen Kaffee auf der Veranda des Hotels. Anschließend sitzen wir, da es mittlerweile aufgehört hat zu regnen, bei einem Glas Rotwein noch bis 23:00 Uhr draußen

23.06.2006: Trollstigen - Geiranger Fjord

Filed under: Allgemein, Norwegen 2007 — admin am 24. June 2007 um 18:32

Heute verlassen wir die E6, auf der wir seit 2 Tagen gen Süden unterwegs waren, und fahren nach Westen. Unser Ziel ist der Geiranger Fjord.

Der Wetterbericht für heute verheißt nichts gutes, Wolken und Regen zeigte Wetteronline für heute an, und das passt so ziemlich. Die Fahrt ist trotzdem sehr schön, es geht zunächst durch ein Tal mit zahlreichen Wasserfällen rechts und links der Straße.

Dann erreichen wir Trollstigen, die vielleicht berühmteste Straße Norwegens. In 11 Haarnadelkurven windet sich die Straße, an Wasserfällen vorbei, auf 858 m Höhe. Eine atemberaubende Fahrt, eine wunscherschöne Landschaft. Zum Glück ist heute nicht so viel los wie wir befürchtet hatten, so kann man ganz gemütlich die Kurven hochfahren ohne ständig irgenwelchen Reisebussen ausweichen zu müssen. Oben gibt es dann einen großen Aussichtspunkt mit den üblichen Andenkenbuden etc. Da ist der Rummel dann doch ziemlich groß. Egal, die Aussicht ist trotzdem klasse, auch wenn das Wetter nicht ganz so optimal ist. Immerhin ist es trocken und ab und zu schafft es sogar mal die Sonne, die Wolken zu durchbrechen.
 

Weiter geht es durch schöne Hochgebirgslandschaft Richtung Geiranger. Zweimal muss ich scharf bremsen bzw. ein Ausweichmanöver starten, damit mir nicht ein freilaufendes Schaf vors Auto läuft. Auch Ziegen und Kühe sehen wir direkt am Straßenrand stehen.

Gegen 14:00 Uhr haben wir unser heutiges Tagesziel erreicht. Vorletzte Woche sind wir mit dem Hurtigruten Schiff in den Fjord hineingefahren, jetzt stehen wir am Aussichtspunkt und schauen von oben herab in den Geirangerfjord hinein. Schwer zu sagen, welchen Perspektive schöner ist. Diese ist auf jeden Fall auch nicht schlecht, zumal gerade ein großes Kreuzfahrtschiff aus dem Fjord herausfährt.

Danach gilt unsere Konzentration der Suche nach einer passenden Übernachtungsmöglichkeit. Eine Hütte soll es heute sein, möglichst mit Blick auf den Fjord natürlich. Kurz hinter dem Aussichtspunkt am Adlerweg (auch wieder eine Straße, die in zahlreichen Haarnadelkurven in den Fjord hinabführt) sehen wir zwei schöne Hütten, die noch hoch über dem Fjord liegen und eine fantastische Aussicht bieten. Wir können uns aber noch nicht so richtig entscheiden und fahren erst mal weiter Richtung Geiranger. Kurz vor dem Ort gibt es 2 Campingplätze, die Hütten anbieten. Der erste ist ausgebucht, der zweite hat noch eine freie Hütte. Die ist zwar etwas klein und bietet auch nicht die Aussicht, die wir von oben gehabt hätten, aber egal.

Nachdem wir die Hütte gebucht haben fahren wir noch in den Ort Geiranger. In einem Café mit wunderbarer Aussicht, direkt am Ende des Fjords, trinken wir einen Kaffee und kaufen dann noch ein paar Sachen ein.

Abends grillen wir dann auf der Veranda. Es hat zwar angefangen zu regnen, aber die Veranda ist überdacht und es ist noch relativ warm.

Wir sitzen dann noch fast bis 22:00 Uhr draußen. Es regnet mittlerweile heftig und die Wolken hängen so tief, das wir uns fragen, ob wir nicht oben, bei den 2 Hütten kurz hinter dem Aussichtspunkt, die wir erst nehmen wollten, jetzt im totalen Nebel sitzen würden.

22.06.2007: Dovrefjell Nationalpark

Filed under: Allgemein — admin am 22. June 2007 um 18:59

Nach kurzer Fahrt erreichen wir gegen 10:00 Uhr Kongsvold Fjellstue. Das ist nicht nur ein uraltes Hotel mit Gasthof (die ältesten Gebäude sind von 1720) im Dovrefjell Nationalpark, sondern gleichzeitig auch Infocenter des Parks. Wir können das Infocenter jedoch nicht finden und gehen in die Hotelrezeption, um danach zu fragen. Die Antwort: Die Infocenter öffnet erst um 13:00 Uhr (soviel zu den Öffnungszeiten in Norwegen), ich kann Ihnen aber Karten vom Nationalpark verkaufen oder Sie können um 10:00 Uhr an einer geführten Wanderung teilnehmen. Wir entscheiden uns für die 2. Möglichkeit.

Da es schon kurz nach 10:00 Uhr ist müssen wir uns schnell beim Guide anmelden, Wanderschuhe anziehen, etwas Verpflegung in den Rucksack packen und los geht’s. Die Wanderung nennt sich Moschusochsen-Safari, es geht also darum, bei dieser Wanderung die sehr seltenen und scheuen Tiere zu sehen. Das Wetter ist bedeckt, aber trocken, und zu Beginn der Wanderung geht es erst mal stetig bergauf. Nach ca. einer Stunde haben wir die Hochebene, das Dovrefjell, erreicht und dann geht es relativ eben weiter. Von weitem sehen wir schon den ein oder anderen Moschusochsen, dann einer Herde von 4 Tieren, die aber (vor uns?) wegläuft, gegen Mittag sehen wir dann 2 Tiere relativ nach (ich schätze mal 250 m). Wir machen dort unsere Mittagspause und beobachten dabei ungefähr eine Stunde lang die beiden Tiere. Unser Guide Knut baut ein Teleskopfernrohr auf ein Stativ und so können wir alle mal einen Moschusochsen, wenn auch nur durchs Fernrohr, aus nächster Nähe betrachten. Ulrike schafft es sogar mit ihrer Kamera, diesen Blick abzufotografieren.


(Moschusochse, aufgenommen durch das Teleskopfernrohr!) 

Dann machen wir uns auf den Rückweg, der uns steiler erscheint als der Hinweg. Gegen 15:15 Uhr, also nach 5 Stunden, sind wir wieder an der Kongsvold Fjellstue zurück, wo wir uns in der Gaststube noch etwas ausruhen und stärken. Obwohl es zum Schluss etwas angefangen hat zu regnen, war es eine sehr schöne und lohnenswerte Wanderung. Nicht zuletzt auch wegen der netten Gruppe. Neben uns waren noch 2 Deutsche, 2 Holländer, eine Schweizerin und natürlich unser norwegischer Guide Knut dabei. Die Schweizerin ist übrigens mit dem Fahrrad in Norwegen, d. h. sie ist nicht nur hier mit dem Fahrrad unterwegs, sie ist auch von der Schweiz aus hierhin geradelt! Seit April ist sie unterwegs, bis Mitte/Ende August hat sie Zeit und möchte, wenn es geht, bis zum Nordkapp radeln. Alle Achtung, und das ganz alleine!

Wir fahren dann heute nicht mehr weit, nach ca. 30 km erreichen wir den Ort Dombas wo wir uns ein Hotel für die Nacht suchen. Wir müssen heute mal ein paar Sachen waschen und das geht in dem Hotel, außerdem ist das Wetter nicht unbedingt dazu angetan, heute noch große Fahrten zu unternehmen.

21.06.2007: Fahrt Grane - Oppdal

Filed under: Allgemein — admin am 22. June 2007 um 18:57

Heute setzen wir unsere Fahrt gen Süden bei strahlendem Sonnenschein fort. Bermerkenswert sind die zahlreichen, sehr nett angelegten Rastplätze an der E6. An einem, sehr schön an einem Fluss gelegenen, halten wir dann auch an. Der Platz ist sehr nett angelegt, mit teilweise überdachten Picknick-Stellen, an denen das Feuerholz schon bereitliegt. Am Fluss entlang gibt es einen schönen Wanderweg, eine gute Gelegenheit, sich ein bischen die Beine zu vertreten. Wir gehen bis zu einer Stelle mit beeindruckenden Stromschnellen, dann kehren wir um und setzen unsere Fahrt fort.

Die endet heute, nach weiterer schöner und nie langweiliger Fahrt unter strahlend blauem Himmel, in dem kleinen Skiort Oppdal. Jetzt im Sommer ist hier nicht ganz so viel los und da sollte es nicht schwierig sein, ein Hotelzimmer zu finden. Wir entscheiden uns für das Comfort Hotel, lt. Reiseführer bestes Haus am Platz. Das Zimmer ist ganz schön, von außen wirkt das Haus schon etwas baufällig. Vor allem die Balkone vor den Zimmer sind unter aller Kanone.

Abends gehen wir dann noch in ein italienisches Restaurant und essen Pizza. Sehr groß, sehr gut und für norwegische Verhältnisse sogar recht günstig.

20.06.2007: Fahrt Lofoten - Grane

Filed under: Allgemein, Norwegen 2007 — admin am 21. June 2007 um 20:08

Mit der 09:00 Uhr Fähre von Svolvaer nach Skutvik verlassen wir die Lofoten. Auf dem Meer scheint die Sonne, beim Blick zurück sehen wir das, was wir 3 Tage lang gesehen haben: Die Lofoten unter einer tiefhängenden Wolkendecke. Das macht den Abschied nicht ganz so schwer. Nach 1 3/4 Stunden kommen wir in Skutvik an und unser Fahrtag durch Nordnorwegen beginnt.

Die Fahrt wird nie langweilig. Seen, Fjorde, Flüsse, Wasserfälle, schneebedeckte Berge, immer wieder gibt es was zu sehen. Auch das Wetter ist sehr abwechslungsreich, mal Sonne, mal Regen, nach und nach setzt sich aber immer mehr die Sonne durch. An einem schönen See machen wir unsere erste Rast, setzen uns auf einen Felsen und lassen uns das 2. Frühstück schmecken. Später erreichen wir das Saltfjell, eine karge, z. T. noch schneebedeckte Hochebene, genau so, wie man sich Nordnorwegen vorstellt. Dort überqueren wir dann auch wieder den Polarkreis. Und damit das auch jeder Reisende mitbekommt, hat man an der Stelle ein riesiges Polarkreiscenter errichtet. Ist ganz nett gemacht, der Kuchen in der Cafeteria schmeckt köstlich, und in der Umgebung kann man sich nach so langer Fahrt schön mal die Beine vertreten. Hier wurden überall kleine Steinhäufchen aufgeschichtet. Ob das eine tiefere Bedeutung hat oder ob das mal jemand angefangen hat und andere Besucher haben ihm nachgeeifert, wir haben es noch nicht in Erfahrung bringen können.
 

Unser heutiges Tagesziel ist Mosjoen, dort gibt es ein historisches Hotel mit Namen Fru Haugans, wo wir übernachten wollen. Leider ist das schon ausgebucht. Also müssen wir noch etwas weiter fahren. Nach ca. 20 km kommen wir im kleinen Örtchen Grane an einem Campingplatz vorbei, der auch einige Hütten zu vermieten hat. Die sehen ganz nett aus und eine mit Dusche/WC ist auch noch frei, die nehmen wir natürlich. Die Lage der Hütte ist genial. Von der Veranda aus schaut man auf den Fluss und die schneebedeckten Berge dahinter. So haben wir uns Hüttenübernachtung in Norwegen vorgestellt.

Zum Abendessen gibt es Nudeln mit Tomatensauce (was anderes hatten wir heute nicht eingekauft, da ja eigentlich Hotelübernachtung angesagt war) und unsere vorletzte Flasche Rotwein dazu. Anschließend sitzen wir noch bis 21:30 Uhr draußen in der Sonne. 

19.06.2007: Lofoten 3. Tag

Filed under: Allgemein, Norwegen 2007 — admin am 21. June 2007 um 20:05

Nach dem morgendlichen Blick aus dem Fenster entscheiden wir uns heute zunächst für einen Museumsbesuch und fahren zum Wikingermuseum nach Borg. Dort gibt es eine, einem umgedrehten Wikingerschiff nachempfundene Ausstellungshalle sowie verschiedenen Hütten und Holzhäuser sowie ein nachgebautes Wikingerschiff. Eigentlich war der Museumsbesuch unser Schlechtwetterprogramm, wir wussten allerdings nicht, dass die einzeln Teile des Museums z. T. weit auseinanderliegen. So werden wir doch noch ziemlich nassgeregnet heute morgen.

Als nächstes fahren wir nach Eggum, dort gibt es eine Skulptur am Strand sowie ein nettes Fischerdorf. Beides gefällt uns auch ganz gut, und hier scheint zumindest zeitweise auch mal wieder die Sonne.
  

Dann machen wir uns langsam wieder auf den Rückweg nach Svolvaer. Ab und zu lässt sich heute auch mal wieder die Sonne blicken, wenn auch nur kurz, aber immerhin. Man wird ja in dieser Hinsicht bescheiden, hier auf den Lofoten. So nutzen wir ein paar Sonnenstrahlen zu einem kleinen Strandspaziergang an einem wunderschönen Strand mit feinem Sand und türkisblauem Wasser. Fast wie in der Karibik, nur die Temperaturen passen nicht so ganz.

Gegen 18:00 Uhr kommen wir zur Hütte zurück und gehen anschließend in dem Restaurant unseres Vermieters essen. Wir haben Glück, dass wir noch einen Tisch bekommen, abe20:00 Uhr ist schon alles belegt. Das Essen ist gut und teuer (Gerichte ab ca. 30,- EUR, in Norwegen nichts besonderes), die Portionen allerdings übersichtlich. Wir sind froh, das wir “zu Hause” noch eine Tüte Chips haben.

18.06.2007: Lofoten 2. Tag

Filed under: Allgemein, Norwegen 2007 — admin am 21. June 2007 um 20:01

Als wir um 08:00 Uhr aufstehen, sieht das Wetter noch ganz passabel aus, nach dem Frühstück hat es sich schon wieder komplett zugezogen und als wir losfahren, fängt es auch an zu regnen.

Unser erstes Ziel für heute ist Nusfjord, laut Reiseführer eines der schönsten Fischerdörfer auf den Lofoten. Nach ca. 1 1/2 Stunden Fahrt kommen wir dort an und wundern uns erst mal, dass wir Eintritt zahlen müssen. Das haben wir auch noch nie erlebt, dass man für die Besichtigung eines Dorfes Eintritt zahlen muss. Da es ein paar alte historische Gebäude zu besichtigen gibt, sehen wir das ganze mal als Museumsdorf an, und da ist Eintrittsgeld ja durchaus berechtigt, vor allem in einem so armen Land wie Norwegen. Der Ort ist auch ganz nett, die Lage am Fjord vor den Felswänden sehr schön, aber bei dem Wetter …..
 

Weiter geht es nach Reine. Wieder ein kleines Fischerdorf, wieder wird es in den Reiseführern in den höchsten Tönen gelobt (gelungene Symbiose aus schöner Architektur vor einmaliger landschaftlicher Kulisse), aber bei dem Wetter ….

Immerhin finden wir hier ein nettes Restaurant mit dem schönen Namen Gammlebua, wo man gut und für norwegische Verhältnisse sogar recht preisgünstig essen kann. Das Ambiente ist auch sehr schön, altes Holzhaus, Kaminfeuer, nette Bedienung, so halten wir uns auch ca. 2 Stunden dort auf. Das beste was man machen kann, bei dem Wetter ….

Kurz hinter Reine liegt ein weiteres nettes Fischerdorf mit dem kürzesten Namen der Welt, Å. Auch hier gibt es verschiedene alte Gebäude, die zu einem Museum gehören und zu besichtigen ist. Das Museum schließt allerdings um 15:00 Uhr! So müssen wir auf diese Besichtigung halt verzichten. Auch Å ist ein netter Küstenort vor malerischer Kulisse, aber bei dem Wetter ….
(zum Trocknen aufgehängter Stockfisch in Å )

Von Å geht es wieder zurück nach Hause, nach Svolvaer. Das sind 125 km und damit über 2 Stunden Fahrt. Die Strecke an sich ist sehr schön, Berge, Küste, Fjorde, nette kleine Orte, aber bei dem Wetter ….

17.06.2007: Lofoten 1. Tag

Filed under: Allgemein — admin am 21. June 2007 um 19:59

Wir schlafen heute richtig lange, bis 09:00 Uhr. Dann wacht Ulrike ganz erschrocken auf. Wir haben uns zum Frühstück angemeldet und das ist bis 10:00 Uhr. Waschen und Zähne putzen geschieht also in Rekordzeit und dann gehen wir zum Frühstück. Unser Hütten-Vermieter vermietet nicht nur 30 Hütten, sondern betreibt auch ein Restaurant in dem auch Frühstücks-Buffet angeboten wird. Das Restaurant befindet sich zusammen mit der Rezeption für die Hütten in einem alten, 1828 gebauten Holzhaus. Hier war früher der erste Laden von Svolvaer, und in der Rezeption ist noch die alte Ladeneinrichtung erhalten, sehr urig! Auch das Restaurant ist entsprechend eingerichtet, das Frühstücksbuffet ist sehr gut und reichhaltig.

Frisch gestärkt erkunden wir erst mal unsere nähere Umgebung, d. h. den Ort Svolvaer. Das ist kein reiner Touristenort sondern Hauptstadt und somit auch Versorgungszentrum und Haupthafen der Lofoten. Es gibt hier also nicht nur schöne Fischerhütten, nette Läden und hübsche Holzhäuschen, sondern auch Lagerhallen, Schiffswerften, Öltanks und anderes. Das erklärt auch ein wenig unsere Enttäuschung gestern bzgl. Lage und Aussicht unserer Rorbu. Damit kein falscher Eindruck aufkommt. Insgesamt ist Svolvaer schon ein ganz netter Küstenort.

Das Wetter meint es heute allerdings nicht ganz so gut mit uns. Die Sonne hat sich verabschiedet und es regnet zwar nicht ständig, aber immer wieder. Im Hafen von Svolvaer gibt es in einer Halle eine Ausstellung von Eisskulpturen, die sich Magic Ice nennt. Genau das richtige bei dem Sauwetter, das schauen wir uns an. Wir fühlen uns zwar, als wenn wir einen Kühlschrank betreten, sind aber begeistert. Alles in dieser Halle ist aus Eis, sogar eine Bar mit Gläsern aus Eis gibt es.

Gegen Mittag sind wir mit der Ortserkundung soweit durch und beginnen mit der Erkundung der restlichen Lofoten. Kabelvag mit der Lofoten Kathedrale und schöner Dorfmitte am Hafen, Hennigsvaer und Ballstad sind die Orte, die wir uns heute anschauen. Trotz des anhaltend schlechten Wetters mit dunklen Wolken und Regen ist die Fahrt dorthin sehr schön und wir bekommen eine Ahnung, wie wunderschön die Landschaft hier bei gutem Wetter sein muss.

Gegen 19:00 Uhr kommen wir zu unserer Hütte zurück und es gibt erst mal Abendessen. Eigentlich sind wir ja jetzt im Land der Mitternachtssonne, und man könnte noch viel länger was unternehmen. Aber wir wären froh, wenn wir die Sonne heute überhaupt mal gesehen hätten.

Gegen 20:00 Uhr tut sie uns dann doch noch mal den Gefallen. Es klart auf und wir können blauen Himmel sehen. Also gehen wir noch mal raus und machen einen Abendspaziergang.

Apropos Wetter: Die Rekordtemperatur heute in negativer Hinsicht lag bei 4°.

16.06.2007: Hurtigrute 3. Tag

Filed under: Norwegen 2007 — admin am 21. June 2007 um 19:58

Auf unserer heutigen Route erwarten uns zunächst weder landschaftliche Höhepunkte (die kommen erst gegen Abend) noch besonders sehenswerte Städte. So sitzen wir mal auf dem Außendeck, mal drinnen, lassen die Landschaft an uns vorbeiziehen oder lesen. Gegen Mittag erreichen wir Bodo, mit 45.000 Einwohnern schon eine der größeren Städte Norwegens, wo wir über 2 Stunden Aufenthalt haben. Den nutzen wir natürlich zu einem Bummel durch die Innenstadt.

Von Bodo geht es weiter Richtung Lofoten. Leider wird das Wetter immer schlechter, so dass wir die Berggipfel der Lofotenwand nur zum Teil sehen können. Um 21:15 Uhr erreichen wir schließlich Svolvaer, die Hauptstadt der Lofoten. Die Seereise ist für uns damit beendet, wir packen unser Gepäck ins Auto und fahren etwas wehmütig von Bord.

Weit müssen wir heute allerdings nicht mehr fahren, da wir eine Rorbu in Hafennähe gemietet haben. Rorbuer sind ehemalige Fischerhütten, man kann das Wort in etwa mit Rudererhütten übersetzen. Früher kamen im Winter Tausende von Fischern auf die Lofoten, um Kabeljau zu fangen. Diese brauchten für die Zeit ihres Aufenthaltes natürlich Unterkünfte, und so entstanden die Rorbuer. Mittlerweile gibt es kaum noch Kabeljau zu fangen und die Rorbuer werden an Touristen vermietet, natürlich nach vorheriger Renovierung bzw. Modernisierung, denn die ursprünglichen Hütten waren wenig komfortabel.

Als wir unsere Rorbu in Beschlag nehmen, macht sich erst mal vor allem bei Ulrike Enttäuschung breit. Die Lage ist nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten, die Aussicht bescheiden, die Hütte von innen sehr dunkel und draußen vor der Hütte gibt es keine Sitzgelegenheit. Egal, wir haben die Hütte für 4 Tage gemietet und müssen das Beste draus machen. Nach der ersten Enttäuschung nehmen wir dann auch die positiven Eigenschaften der Hütte wahr. Es ist wirklich eine offensichtlich sehr alte Hütte, wie wir an den uralten Holzbalken der Außenwand erkennen können, und kein Nachbau, wie es sie heute häufig gibt. Die Hütte wurde liebevoll renoviert und eingerichtet, ohne den ursprünglichen Charme zu verlieren. Das Badezimmer ist top und die Betten sehr gut.

15.06.2007: Hurtigrute 2. Tag - Trondheim

Filed under: Allgemein, Norwegen 2007 — admin am 21. June 2007 um 19:57

Um 08:15 Uhr legt das Schiff in Trondheim an (weshalb es um 07:00 Uhr beim Frühstück heute sehr voll war) und wir haben bis 12:00 Uhr Landgang.

Wir machen uns also zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt. Das Wetter ist sehr gut und wir gehen als erstes zur Bybrua, eine alte Holz-Klappbrücke aus dem 19. Jahrhundert über den Fluss Nidelva. Links und rechts am Ufer des Flusses gibt es sehr schöne alte Holz- und Speicherhäuser.
 

Danach gehen wir zur Festung Kristiansten. Die liegt auf einer Anhöhe und von dort hat man einen sehr schönen Blick auf die Stadt. Unser nächstes Ziel ist der Nidaros-Dom, Krönungskirche Norwegens und so etwas wie ein Nationalheiligtum. Auf jeden Fall ein imposantes und sehr schönes Bauwerk, uns stören nur 3 Dinge: 1) Der Eintritt von 50,- NOK (etwas über 6,- EUR pro Person). 2) Die spärliche Beleuchtung läßt den Dom sehr duster wirken oder, um es mit Ulrikes Worten auszudrücken: Hier kriegt man ja Depressionen. 3) Hier darf weder fotografiert noch gefilmt werden, was bei den Lichtverhältnissn aber auch schwierig wäre. Wenn ich bedenke, wieviele Kirchen wir uns in Rom angeschaut haben (einschl. Petersdom) ohne einen Cent zu bezahlen und ohne Einschränkungen was fotografieren und filmen angeht. Aber egal, unser Timing ist heute morgen wieder sehr gut. Als wir in den Dom reingehen, fängt es an zu regnen, als wir rauskommen, scheint die Sonne. Wir schlendern noch ein wenig durch die Innenstadt und gehen dann langsam zum Schiff zurück.

Die Weiterfahrt auf der Hurtigrute ist dann erst mal recht unspektakulär und das Wetter wie gehabt sehr wechselhaft, aber heute noch etwas ungemütlicher. Zum Kaffee gehen wir auf unsere Kabine und lassen uns den in Trondheim gekauften Kuchen schmecken. Danach kommt wieder die Sonne raus und wir haben einen sonnigen Nachmittag auf dem Außendeck. Den Abend lassen wir dort wieder mit einem Gläschen Rotwein ausklingen.

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